Coerde
Fischtreppe ist zu steil

Dienstag, 30.11.2010, 18:11 Uhr

Münster-Nord - 270 Kilometer Gewässerstrecke liegen im Einzugsgebiet des Unterhaltungsverbands II St. Mauritz-Altenberge.

Die können bei der Verbandsschau, die einmal im Jahr gemeinsam mit der behördlichen Gewässerschau stattfindet, nicht samt und sonders kontrolliert werden. Das ist auch nicht nötig, denn interessante Punkt werden im Vorfeld festgehalten und dann gezielt angefahren. Vom Treffpunkt „Voßkotten“ aus startete Verbandsvorsteher Hermann Westhoff mit seiner Gruppe Richtung Rieselfelder und landete schließlich an der Fischtreppe am Ahlertweg.

Diese Fischtreppe ist ein altes Schätzchen, sie wurde wohl 1970 gebaut, meinten Ludger Janning und Georg Schulze Dieckhoff. Fest steht, dass die Fischtreppe heutigen Anforderungen nicht mehr genügt: Sie ist zu steil - springende Lachse gibt´s im Münsterland nun mal nicht - und wird wohl zu den Bauwerken zählen, die der Unterhaltungsverband optimiert.

Die europaweite Wasserrahmenrichtlinie geht von zwei Ansätzen aus: Gewässer bilden mit ihrem Einzugsgebiet eine Einheit. Außerdem stehen Grundwasser, Oberflächenwasser, Auen und Küstengewässer in Wechselwirkung miteinander. Die Richtlinie berücksichtigt stärker als bisher die ökologische Funktion der Gewässer als Lebensraum für Pflanzen und Tiere und legt einen Akzent auf Naturschutz.

Für Maßnahmen zur Verbesserung ständen in Nordrhein-Westfalen 80 Millionen Euro pro Jahr zur Verfügung, berichtete Heribert Tenspolde von der Bezirksstelle für Agrarstruktur Münster der Landwirtschaftskammer NRW. Bis 2015 sollen wesentliche Verbesserungen in puncto Ökologie erreicht werden, bis spätestens 2027 sollen die Gewässer die Ziele der Wasserrahmenrichtlinie erfüllen. Die Planungsphase sei beendet, es gehe jetzt um den Fahrplan, um die Maßnahmen, die realisiert werden sollen, erläuterte Hermann Westhoff.

Was nun die alte Fischtreppe am Ahlertweg anbelangt: Sie hat den Vorteil, dass dort genügend Platz ist, um sie zu optimieren - um die Durchgängigkeit für die Kleinstlebewesen zu gewährleisten.

Fest stehen zwei Pflegemaßnahmen im Gebiet des Unterhaltsverbands: So sollen an der Derßenbrockstiege (Häger) Hecken auf den Stock gesetzt werden. An der Aa im Bereich der Gimbter Straße werden die Kopfweiden geschnitten.

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