Maifest in Coerde
Die Coerder zersägen ihren Maibaum

Münster-Coerde -

Der Wettbewerb im Maibaumsägen war der Clou beim Maifest auf dem Hamannplatz.

Sonntag, 01.05.2016, 18:05 Uhr

Die Coerder drehten den Spieß beim Maibaumfest auf dem Hamannplatz um. In den letzten beiden Jahren hatten Unbekannte den Maibaum hinterrücks abgesägt. Das hatte für Verärgerung gesorgt. „Jetzt sägen wir selbst“, erklärte Florian Steinforth vom Organisationsteam. Die Reste des Maibaumes vom Vorjahr wurden in einem Wettsäge-Wettbewerb zerlegt.

Die Idee fand bei allen Anklang. „Die hat Humor“, meinte etwa Marianne Hopmann vom Awo-Ortsverein Münster-Nord. „Natürlich ist das auch schade“, sagte Frank Beckmann , Pfarrer der evangelischen Andreas-Kirchengemeinde. Doch auch er zeigte sich mit der Lösung, die hier gefunden war, zufrieden. Die Vereine des Stadtteils waren eingeladen, bei diesem Wettsägen mitzumachen.

Es fand unter der Regie des Coerder Carneval-Clubs ( CCC ) statt. Nach dem musikalischen Auftakt des Trompeters Heinz Holtkötter, der für den Verein „Herzenswünsche“ spielte, ging es los.

CCC-Präsident Robert Erpenstein sägte mit Unterstützung von Stadtfanfarenkorps und Freiwilliger Feuerwehr das erste Holzstück: Acht Kilo war es schwer.

Die Teilnehmer des Wettbewerbs mussten nun versuchen, möglichst nah an dieses Gewicht heranzukommen. Moderiert wurde das Ganze von Pfarrer Ulrich Messing von der Kirchengemeinde St. Marien und St. Josef. „Humorvoll“ wolle er dies tun, kündigte er an. Kein Wunder, er ist der aktuelle Träger des Mückenstichordens des CCC. Gute Laune war für ihn Ehrensache, und „klasse“ fand er auch, dass solch eine Aktion mitten im Zentrum von Coerde stattfinde.

Überraschung: Gleich der nächste Versuch brachte genau dasselbe Gewicht auf die Waage. Der Löschzug Kemper hatte offenbar ganze Arbeit geleistet: Die offizielle Waage zeigte nämlich ebenfalls acht Kilogramm an.

Nach einigen darauffolgenden Teams versuchten es dann die Pfarrer Messing und Beckmann. Gemeinsam. Das dauerte eine Weile, bis das Holz auf den Boden fiel. Und dann zeigte die Waage 10,4 Kilogramm an. „Am Schwergewichtigsten ist die Ökumene“, so war zu hören.

Was im nächsten Jahr sein wird, ist noch unklar. Möglich ist, dass es dann wieder einen richtigen Maibaum geben wird. „Das werden wir sehen“, sagte Frank Beckmann.

Noch ist also nichts entschieden. Nur eines ist klar: Die pfiffige Idee zum Coerder Maifest hat wirklich eingeschlagen.

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