SV Teutonia
SV Teutonia wächst behutsam

Münster-Coerde -

Die Renovierung der Sanitäranlagen, Umkleide- und Schiedsrichterräume des SV Teutonia ist nach fast sechs Monaten abgeschlossen. Die rund 220 000 Euro teure Sanierung begann Ende Mai, mitten im Spielbetrieb.

Samstag, 03.12.2016, 06:12 Uhr

Eine umfangreiche Sanierung hat der SV Teutonia hinter sich.
Eine umfangreiche Sanierung hat der SV Teutonia hinter sich. Foto: kaj

„Es gibt keinen Raum, keinen Hahn, keinen Knopf, den ich hier nicht kenne“, sagt Richard Lütkefels , Vorsitzender des SV Teutonia Coerde. Just ist die Renovierung der Sanitäranlagen , Umkleide- und Schiedsrichterräume des SV Teutonia nach fast sechs Monaten abgeschlossen. „Und auch jetzt habe ich mir alles erklären lassen“, erklärt er.

Die rund 220 000 Euro teure Sanierung begann Ende Mai, mitten im Spielbetrieb. 200 Quadratmeter Wandfliesen, 120 Quadratmeter Bodenfliesen, 1,5 Kilometer Elektrokabel wurden verlegt. Die neuen Wasserleitungen laufen übers Dach. Die neuen Duschen reinigen sich 24 Stunden nach der letzten Benutzung selbsttätig. „Dann schießt 90 Grad heißes Wasser durch“, erklärt Lütkefels. Ob Licht, Armaturen oder Toiletten – alles ist automatisiert.

Die Sanierung war eine gute Gelegenheit, die Anlage an einigen Stellen zu optimieren. So ist im ehemaligen Kassenraum ein großzügiges Behinderten-WC entstanden. Die Türen der Außentoiletten wurden an die Sichtfront versetzt: Sie sind nun für Gastmannschaften besser zu finden.

Die Kabinen- und Sanitärräume im neuen Trakt verfügen jetzt über Präsenzmelder, für den Innenhof gibt es einen Bewegungsmelder. Auch die Außenbeleuchtung wurde auf LED umgestellt. Jetzt fehlen nur noch die neuen Fahrradständer. Lütkefels rechnet im Frühjahr mit ihnen. Sein Fazit: „Der Aufwand hat sich gelohnt.“

Der Vorsitzende des SV Teutonia ist sehr froh über die Sanierung, denn der Sportverein liegt ihm am Herzen. Er ist heilfroh, dass der Verein seinen eigenen und auch den Gast-Mannschaften jetzt blitzblanke, helle, moderne Räume anbieten kann. Über zehn Jahre ist SC Preußen Münster schon Partner des SVT . Preußens U17- und U 15-Junioren trainieren in Coerde.

Er selbst habe schon alles gemacht für seinen Verein: „Trainer, Vorstand, Putzfrau, Platzwart“, sagt Richard Lütkefels schmunzelnd. Er hofft sehr, dass es gelingt, den „schlafenden Riesen“ zu wecken. 420 Mitglieder hat Teutonia zurzeit. „Es könnten mehr sein in einem so großen Stadtteil“, meint Lütkefels. Das Potenzial sei da. Aber „es fehlt Manpower“.

Dennoch: Die Fußballabteilung ist im Aufwind. Von U5 bis U15 ist alles abgedeckt – es gibt etwa 125 Jugendspieler und 30 im Seniorenbereich. Er habe Kontakt gesucht zu den Kitas im Stadtteil und biete in der Melanchthonschule seit Jahren eine Fußball-AG an. Dass viele Kinder in den Pausen im Teutonia-Anzug herumlaufen, freut den Vorsitzenden sehr. In den Herbstferien gab es einen Intensivkurs für die jugendlichen Trainer des SVT. Richard Lütkefels sieht sie auf dem Weg zur C-Lizenz. „Diesen Jungens bin ich tierisch dankbar, dass sie mir unter die Arme greifen.“

Auch im Breitensport ist der Coerder Sportverein gut aufgestellt, ein Bereich den Egon Möllers seit sehr vielen Jahren koordiniert. Dann gibt es noch die Schießsportriege der Coerder Bürgerschützen und eine kleine, aber feine Schachabteilung.

Nächstes Ziel des Vorsitzenden ist die Osterferienfreizeit der U11 in Spanien. Für den Zusammenhalt sei es „wichtig, dass die komplette Mannschaft dabei ist“, sagt Lütkefels. 335 Euro koste das pro Person für Bus, Hotel, Verpflegung. Die Eltern verkauften Kaffee für die Tour, er freut sich über die Besucher der Waldschänke des SV Teutonia: „Es gibt schon Gäste, die dafür spenden.“

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