Verkehrsberuhigung Rieselfelder
Tempo 30 für die Coermühle

Münster-Coerde -

Dr. Diederich Winterhoff setzt auf eine langsame Passsage durch das Naturschutzgebiet Rieselfelder: Er stellt nach Paragraf 24 der Gemeindeordnung einen Bürgerantrag für die Ausweisung als Tempo 30-Strecke.

Montag, 17.07.2017, 18:07 Uhr

Diederich Winterhoff  schlägt Tempo 30 für die Coermühle zwischen Hessenweg und dem Abzweig zur Deponie (Bahnübergang) vor
Diederich Winterhoff  schlägt Tempo 30 für die Coermühle zwischen Hessenweg und dem Abzweig zur Deponie (Bahnübergang) vor Foto: kaj

Dr. Diederich Winterhoff setzt auf eine langsame Passsage durch das Naturschutzgebiet Rieselfelder: Er stellt nach Paragraf 24 der Gemeindeordnung einen Bürgerantrag für die Ausweisung als Tempo 30-Strecke. Dieses Tempo soll, so seine Anregung an Oberbürgermeister Markus Lewe , ab dem Bahnübergang am Abzweig zur Deponie und dem Hessenweg gelten. „Freiburger Kegel“, so der Kinderhauser, „könnten die Maßnahme unterstützen und helfen, die Pendler zu vergrämen“.

Die Bezirksvertretung (BV) Nord hatte in ihrer jüngsten Sitzung einen Antrag von SPD und Bündnis 90/Die Grünen zur Verkehrsberuhigung in den Rieselfeldern gegen die Stimmen der CDU beschlossen. Er sieht vor, die Coermühle als Anliegerstraße auszuweisen und dort mindestens vier Schwellen einzubauen.

Das rief wenig später die CDU-Ortsunion Gelmer/Dyckburg auf den Plan, die diesen Beschluss der BV Nord als „unsinnig und widersprüchlich“ kritisierte, weil man nur dann ein Anliegen habe, das zur Benutzung der Anliegerstraße berechtige, wenn man mit Bewohnern der anliegenden Grundstücke in Kontakt treten wolle. Zudem sei die Kombination des Anliegerstraßen-Beschlusses mit dem Schwellen-Beschluss widersprüchlich: „Warum soll man mit Steuergeldern eine Straße verkehrsberuhigen, die nur noch von Anliegern und deren Besuchern benutzt werden darf?“, so die CDU Gelmer.

Der Kinderhauser Diederich Winterhoff setzt darauf, dass die Coermühle für den Durchgangsverkehr mit den Kennzeichen „OS, WAF und GT“ unattraktiv wird, „wenn man mit Tempo 30 da durchzockeln muss. Das ist für die meisten schon ein Ärgernis.“

Winterhoff steht am Heidekrug, schaut in Richtung Biologische Station und meint mit Blick auf die schnurgerade Strecke: „Das ist eine Einladung zum Schnellfahren.“ Tempo 50 ist für ihn keine Alternative: „Wenn ich auf der Coermühle Tempo 50 fahre, werde ich überholt.“

Eine Vollsperrung ist für Winterhoff auch keine Option: „Dagegen wehre ich mich.“ Natürlich müssten auch landwirtschaftliche Fahrzeuge weiterhin die ­Coermühle passieren können, sagt er.

Dass etwas getan werden muss, steht für ihn außer Frage: „Den regen Fahrrad- und Fußgängerverkehr muss man schützen.“ Auf der ­Coermühle, als Hauptzugangsweg des Europareservats Rieselfelder, komme es immer wieder zu gefährlichen Situationen.

Diederich Winterhoff hofft, mit seinem Antrag „zum Schutz der Besucher dieses einzigartigen Naturreservats“ beizutragen. Er setzt dabei auf ein Miteinander.

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