Kunstprojekt mit Kindern des Hauses der offenen Tür (HoT) Coerde
„Kunst ist gut für die Seele“

Münster-Coerde -

Die Künstlerin Carola Firgau war mit dem Coerder Nachwuchs in Aktion: Die Berlinerin hat zusammen mit den Kindern das Trafo-Haus hinter der Melanchthonschule gestaltet.

Freitag, 28.07.2017, 19:07 Uhr

Die Berliner Künstlerin Carola Firgau hat mit Kindern aus dem Haus der offenen Tür das Trafo-Haus der Stadtwerke verschönert. Es befindet sich am Fußweg hinter der Melanchthonschule.
Die Berliner Künstlerin Carola Firgau hat mit Kindern aus dem Haus der offenen Tür das Trafo-Haus der Stadtwerke verschönert. Es befindet sich am Fußweg hinter der Melanchthonschule. Foto: rkr

Carola Firgau hat bei ihrer Visite in der alten Heimat Münster das Angenehme mit dem Künstlerischen verbunden: Sie besucht ihre Freunde und macht ein Kunstprojekt mit Kindern des Hauses der offenen Tür (HoT) Coerde der evangelischen Andreas-Kirchengemeinde.

Die Künstlerin, die früher ein Atelier im ehemaligen Gutshof Haus Coerde hatte und inzwischen wieder in ihre Geburtsstadt Berlin zurückgekehrt ist, freut sich über das Projekt, dass ihr Henriette Wesbuer vom HoT Coerde vorgeschlagen hatte: Ein Trafo-Haus in der Nähe des Jugendheims sollte von hässlichen Schmierereien befreit und mit Kindermalerei verziert werden.

Anwohnerin Inge Asselmann, Mitglied der Coerder Zwar-Gruppe und im Arbeitskreis „Älterwerden in Coerde“ engagiert, hatte sich jedes Mal, wenn sie an dem Transformatoren-Haus vorbeikam, über die Graffiti geärgert. Schließlich ergriff sie die Initiative: Sie fragte rund im Stadtteil, fand aber niemanden der das Projekt in Angriff nehmen wollte.

Beim ihrem Arbeitskreis „Älter werden in Coerde“ bekam sie den Tipp, beim HoT Coerde anzufragen, und bei Leiterin Henriette Wesbuer traf sie auf offene Ohren.

Die langjährige Leiterin des HoT der Andreas-Gemeinde erinnerte sich an die Künstlerin Carola Firgau, die schon einmal das Jugendheim verschönert hatte, rief sie an. Und so machte sich Carola Firgau jetzt mit ihrem VW-Camping-Bus von Berlin auf den Weg nach Münster.

Mit den Kindern und Jugendlichen des HoT entwickelte die Berliner Künstlerin eine Idee für die Fassadengestaltung. Allerdings hatten die Stadtwerke als Eigentümerin des Trafo-Hauses untersagt, die Klinker zu bemalen. Sie finanzieren nach Angaben von Inge Asselmann indes die Kunstaktion des HoT mit Carola Firgau.

Trotzdem ist das Ergebnis sehr überzeugend, und alle sind zufrieden: Die Anwohner freuen sich über eine positive Kinder-Malerei. Und die Kinder sind stolz auf die Teilnahme am Projekt. Carola Firgau hat zudem einen Beitrag zur Verschönerung des Stadtteils geleistet.

„Kunst ist gut für die Seele“ sagt die Berliner Künstlerin. „Viele Leute lächeln, wenn sie im Vorbeigehen das Bild sehen. Es ist wie ein Sonnenstrahl, der die Herzen erwärmt.“ Auf ihrer Homepage (www.FIRGAU-ARTUNDWEISE.DE) informiert sie über ihr Arbeiten. Zurzeit hat sie eine Ausstellung in der Nikolaikirche in Stralsund.

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