Tisch ade, Couch goodbye
Möbelbörse braucht Nachschub

Münster-Coerde -

Michael Mehlich  und Christopher Fark von der Coerder Möbelbörse hoffen auf neue Spender. Die Nachfrage ist derzeit wesentlich größer als das Angebot.

Donnerstag, 31.08.2017, 21:08 Uhr

Tisch ade, Couch goodbye: Michael Mehlich (l.) und Christopher Fark von der Coerder Möbelbörse hoffen auf neue Spender. Die Nachfrage ist derzeit wesentlich größer als das Angebot.
Tisch ade, Couch goodbye: Michael Mehlich (l.) und Christopher Fark von der Coerder Möbelbörse hoffen auf neue Spender. Die Nachfrage ist derzeit wesentlich größer als das Angebot.

Die Möbelbörse Coerde sucht dringend neue Spender für gut erhaltene Möbel und Einrichtungsgegenstände. Seit November 2015 gibt es dieses Angebot der Gemeinde St. Franziskus und der Caritas Münster.

Gesucht werden aktuell Bettgestelle, Wohnzimmermöbel wie Coach und Sofa, Küchentische, Esszimmermöbel, Schreibtische für Kinder, Kinderbetten, Gitterbetten für Kleinkinder und Kleiderschränke.

Diplom-Sozialarbeiter Michael Mehlich bietet in der Gemeinde St. Franziskus regelmäßig eine Beratung zur Grundsicherung an. Er weiß: Möbel fehlen allzu oft. Auch, weil dafür kein Geld übrig ist. Deshalb initiierte die St.-Franziskus-Gemeinde in Kooperation mit der Caritas der Stadt Münster die Möbelbörse via Internet.

Der Vorteil dieses Weges: Es spart nicht nur Miete für Lagerräume, sondern soll allen Beteiligten eine bequeme Abwicklung ermöglichen – Ratsuchenden und Spendern.

Es ist keine offene Möbelbörse: Zugriff auf die Angebote im Netz haben „alle sozialen Einrichtungen in Coerde, die einen Zugang beantragt haben“, erläutert Michael Mehlich.

Es funktioniert so: Wer ein gutes Möbel oder Hausrat abgeben möchte, meldet sich per E-Mail unter boerse@franziskus-konkret.de oder unter '  01 60 / 95 76 91 36 oder kommt mittwochs zwischen 16 und 17 Uhr im Familienzentrum St. Norbert, Schneidemühler Straße 27, vorbei.

Am besten bringt der Spender ein Foto von dem Möbelstück mit, das er abgeben möchte sowie eine kurze Beschreibung.

Mit Mitarbeiter Christopher Fark wird dann besprochen, wie lange das Angebot bei der Möbelbörse im Internet eingestellt wird.

Diese zeitliche Begrenzung sei eine willkommene Sache, berichtet Michael Mehlich. Der Spender bestimme selbst, wie lange er sein Angebot aufrecht erhalte.

Haben bedürftige Personen keine Möglichkeit die gespendeten Möbel selbst zu transportieren, können sie persönlich zur Sprechstunde der Möbelbörse mittwochs von 16 bis 17 Uhr ins Familienzentrum St. Norbert zu kommen, um einen Transport zu organisieren. Seit Anfang dieses Jahres gebe es die Möglichkeit, einen Transport zu organisieren, berichtet Michael Mehlich. Auch für ältere Leute, die keine Möglichkeit hätten, ihre Spende zu transportieren, gelte dieses Angebot.

Ende 2016 zog die Möbelbörse eine erste Jahresbilanz: 60 bis 70 Möbel seien innerhalb des ersten Jahres vermittelt worden, berichtete Michael Mehlich. Aber es gebe monatlich 120 Zugriffe auf die Seite der Möbelbörse Coerde.

Die Nachfrage ist also sehr groß, das Angebot aber zurzeit sehr begrenzt. „Umso mehr würden wir uns über neue Möbelangebote freuen, die dann an bedürftige Menschen weitergegeben werden können“, unterstreicht Michael Mehlich.

Anzeige
http://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/5116683?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F92%2F132%2F135%2F
Nachrichten-Ticker