Finanzspritze für Spielplatz-Sanierung
SPD: Etat für Spielplätze aufstocken

Münster-Nord -

Es gibt einen stadtweiten Sanierungsstau bei Spielplätzen. Die SPD-Ratsfraktion bringt deshalb zur Sitzung des Ausschusses für Umweltschutz, Klimaschutz und Bauwesen den Antrag ein, die frei verfügbaren Mittel der sechs Bezirksvertretungen in den Jahren 2018 und 2019 um jeweils 600 000 Euro pro Jahr anzuheben.

Montag, 20.11.2017, 18:11 Uhr

Der kleine Spielplatz Brüningheide (oben l.) gehört zu denen, die (v.l.) Rita Witte, Michael Kleyboldt, Jochen Frese und Thomas Kollmann gern sanieren würden, wenn genug Geld zur Verfügung stände. Ebenso wie den kleinen Spielplatz am Burloh.
Der kleine Spielplatz Brüningheide (oben l.) gehört zu denen, die (v.l.) Rita Witte, Michael Kleyboldt, Jochen Frese und Thomas Kollmann gern sanieren würden, wenn genug Geld zur Verfügung stände. Ebenso wie den kleinen Spielplatz am Burloh. Foto: kaj

Die Sanierung von Spielplätzen in Münster bezahlen die Bezirksvertretungen aus ihren eigenen, frei verfügbaren Etats. In ganz Münster gibt es einen Sanierungsstau. Auch in Münsters Norden.

Rund 79 000 Euro stehen der Bezirksvertretung Nord jedes Jahr an eigenen Etat-Mitteln zur Verfügung. Fast 50 Prozent davon fließen fast immer in die Sanierung von Spielplätzen.

So steht für 2018 der Spielplatz Meerwiese Süd (44 000 Euro) in Coerde an erster Stelle auf der Sanierungsliste, hatte die Bezirksvertretung Nord in ihrer Oktober-Sitzung wie berichtet beschlossen. Er befindet sich im schlechtesten baulichen Zustand.

Die SPD-Ratsfraktion bringt deshalb zur Sitzung des Ausschusses für Umweltschutz, Klimaschutz und Bauwesen den Antrag ein, die frei verfügbaren Mittel der sechs Bezirksvertretungen in den Jahren 2018 und 2019 um jeweils 600 000 Euro pro Jahr anzuheben.

Die Verteilung soll entsprechend des Sanierungsbedarfs in den Bezirksvertretungen erfolgen. Ab 2020 sollen zusätzliche Mittel in Höhe von 250 000 Euro pro Jahr zur Verfügung gestellt werden. Für die Verteilung der Mittel wird die Zahl der Einwohner in den einzelnen Bezirken berücksichtigt, so der SPD-Vorschlag. Es folgt der Zusatz: „Diese zusätzlichen Mittel werden ausschließlich zur Sanierung von Spielplätzen verwendet.“

Den größten Sanierungsstau gibt es laut SPD-Antrag mit 367 000 Euro im Bezirk Mitte. Es folgt der Bezirk West mit 273 000 Euro, der Bezirk Süd-Ost mit 208 600 Euro, Nord mit 178  000 Euro und Hiltrup mit 116 500 Euro. Einzig die BV Ost hat keinen Sanierungsstau.

Nur mit zusätzlichen Mitteln aus dem städtischen Haushalt könne die Situation einmal auf einen vernünftigen Stand gebracht werden, betont der Kinderhauser SPD-Ratsherr Thomas Kollmann.

Die Bezirksvertretung Nord beispielsweise saniert meist einen Spielplatz pro Jahr gründlich und kommt dann schon an die Grenzen ihres Etats. Sie hat sich stets entschieden, nicht an der Qualität zu sparen.

Wenn es zusätzliche Mittel für die Sanierung von Spielplätzen gäbe, hat die Kinderhauser SPD gleich einige „Kandidaten“, die bislang nicht zum Zuge kommen: etwa den Spielplatz Dauvemühle und die beiden kleinen Spielplätze Brüningheide sowie den Spielplatz Burloh am Kinderbach.

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