Die Kraniche ziehen
Der erste Kranichzug nach der bitteren Kälte

Münster-Coerde -

Nach den bitterkalten und eisigen Tagen der vorigen Woche waren die Kraniche, die Sonntagmittag über den Rieselfeldern kreisten wie ein Versprechen auf den Beginn des Frühlings.

Montag, 05.03.2018, 15:03 Uhr

Endlich wieder da: Kraniche. Über den Rieselfeldern kreisten sich mittags und in den Abendstunden.
Endlich wieder da: Kraniche. Über den Rieselfeldern kreisten sie mittags und in den Abendstunden. Foto: Paul Meyer zu Brickwedde

Ihre Rufe sind unverwechselbar, und ein Blick gen Himmel offenbarte: Die Kraniche sind wieder da. Nach den bitterkalten und eisigen Tagen der vorigen Woche waren die Kraniche, die Sonntagmittag über den Rieselfeldern kreisten, wie ein Versprechen auf den Beginn des Frühlings.

Noch bis weit nach Sonnenuntergang waren die Rufe der Vögel in den Abendstunden zu hören. Auch im Westen Münsters waren sie zu sehen und zu hören.

Es war der erste größere Zug der Kraniche in diesem Jahr, bestätigt Dr. Hans-Uwe Schütz von der Biologischen Station Rieselfelder. Sie kamen mit der warmen Luft aus Südwesten. „Wir vermuten, dass sie von ihren Rastplätzen aus Zentralfrankreich gekommen sind“, sagte er. Kraniche erreichen im Schnitt ein Tempo von 60 bis 70 Kilometern pro Stunde.

Wie viele tatsächlich unterwegs waren, wird sich erst in den nächsten Tagen herausstellen, wenn alle Meldungen ausgewertet sind.

Zurzeit differierten die Angaben noch sehr: So sei zum einen von 10 000 Kranichen im Großraum Osnabrück die Rede, zugleich von 40 000 bis 50 000 Kranichen über Nordrhein-Westfalen. Die Zahlen der einzelnen Meldungen müssten jetzt erst abgeglichen werden, damit valide Ergebnisse vorlägen, sagte Schütz.

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