Vollsperrung Kanalstraße
Zentrum Nord ist Verkehrsmagnet

Münster-Nord -

Der Bau eines Hochwasserpumpwerks im Kreuzungsbereich von Kanalstraße und Wibbeltstraße führt, wie berichtet, zu einer Vollsperrung der Kanalstraße von zwei bis zweieinhalb Jahren. Obgleich die Baustelle zwischen Zentrum Nord und Ring liegen wird, hat sie Auswirkungen auf Münsters Norden.

Donnerstag, 15.03.2018, 20:03 Uhr

Mitten unter der Kreuzung Kanalstraße / Wibbelstraße soll das Pumpwerk entstehen: Allein für den Baugrubenverbau (gelber Rahmen) ist laut Tiefbauamt eine ein Meter breite und 13 Meter tiefe Bohrpfahlwand erforderlich.
Mitten unter der Kreuzung Kanalstraße / Wibbelstraße soll das Pumpwerk entstehen: Allein für den Baugrubenverbau (gelber Rahmen) ist laut Tiefbauamt eine ein Meter breite und 13 Meter tiefe Bohrpfahlwand erforderlich. Foto: Tiefbauamt Stadt Münster

Der Bau eines Hochwasserpumpwerks im Kreuzungsbereich von Kanalstraße und Wibbeltstraße führt, wie berichtet, zu einer Vollsperrung der Kanalstraße von bis zu zweieinhalb Jahren. Obgleich die Baustelle zwischen Zentrum Nord und Ring liegen wird, hat sie Auswirkungen auf Münsters Norden.

Die CDU hatte Anfang März, wie berichtet, dieses Dilemma thematisiert. Ihr Antrag in der Bezirksvertretung (BV) Nord, die Verwaltung um einen mündlichen Bericht zu der Maßnahme in der BV zu bitten, wurde jetzt einstimmig angenommen. Der CDU-Fraktion in der BV Nord sei es wichtig, dass die Verwaltung in einer öffentlichen Sitzung über die Baumaßnahme und ihre Auswirkungen informiere, unterstrich CDU-Bezirksvertreter Werner Abbing .

SPD-Ratsherr Michael Kleyboldt hatte unterdessen das Thema für den Planungsausschuss aufgegriffen, und er hat bereits Antworten vom Tiefbauamt erhalten.

Die Auswirkungen auf den Verkehr gehören zu den zentralen Fragen bei der Sperrung. Los gehe es erst nach Abschluss der Baumaßnahmen auf der Grevener Straße. Auf den anderen Ausweichstrecken seien keine Baumaßnahmen während der Vollsperrung vorgesehen. Abgestimmt wurden die Planungen laut Tiefbauamt mit der Verkehrsplanung, der Straßenverkehrsbehörde, der Polizei, den Stadtwerken, dem Amt für Grünflächen sowie mit der Feuerwehr. Ein detaillierter Bauablauf inklusive Zeitplan werde derzeit erarbeitet. Dabei werde auch geprüft, ob die Zeit der Vollsperrung reduziert werden könne.

Bis zu 13 000 Fahrzeuge fahren täglich auf der Kanalstraße. Circa 60 Prozent des Verkehrs komme zum oder vom Zentrum Nord: „Somit kann der gesamte Quell- und Zielverkehr aus Richtung Norden kommend weiter über den Knotenpunkt Nevinghoff / Kanalstraße abgewickelt werden“, folgert das Tiefbauamt.

Der übrige Ziel- und Quellverkehr aus Richtung Süden müsse über den Ring und die Gartenstraße umgeleitet werden. Über die Anton-Bruchhausen-Straße/Albrecht-Thaer-Straße ergebe sich ein „Ringschluss“ zum Nevinghoff beziehungsweise zur Kanalstraße.

Der Durchgangsverkehr der Kanalstraße werde sich weiträumig auf das übrige Hauptverkehrsstraßennetz verteilen, so die Einschätzung. Der Durchgangsverkehr könne die Kanalstraße über die Grevener Straße und den Schifffahrter Damm weiträumig umfahren. Das Tiefbauamt erwartet deshalb, dass nur noch „ein relativ geringes Verkehrsaufkommen als zusätzliche Belastung für das angrenzende Straßennetz (Lublinring und Gartenstraße) übrig“ bleibt. Die Ampelschaltungen an den Knotenpunkten sollen angepasst werden, heißt es.

Das Tiefbauamt bereitet eine Bürgerversammlung vor, die Ende April stattfinden soll. Ein Ort sei noch nicht gefunden, sagte Gerd Rüller, stellvertretender Leiter des Tiefbauamts, am Donnerstag. Fest steht, dass der Ausbauplan vom 23. April bis zum 23. Mai für die Bürgerbeteiligung nach dem Kommunalabgabengesetz (KAG) offengelegt wird. Das hat die BV Mitte in dieser Woche beschlossen.

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