Business-Frühstück
Weg in die Welt der Glasfaser

Münster-Coerde -

Rund 30 Firmen aus dem Coerder Gewerbegebiet nutzten die Gelegenheit, sich von der Deutschen Glasfaser GmbH über einen Weg in die Zukunft informieren zu lassen.

Sonntag, 13.05.2018, 16:05 Uhr

Glasfasertechnik für das Coerder Gewerbegebiet – um diese Option ging es beim Business-Frühstück (v.l.): Jens von Lengerke (IHK Nord Westfalen), Mathias Kersting (Aufsichtsratsvorsitzender der Wirtschaftsförderung Münster), Wolfgang Stricker (Unternehmer), Christian Tebel (Breitbandkoordinator Stadt Münster) und Rainer Szymanski (Account Manager Deutsche Glasfaser).
Glasfasertechnik für das Coerder Gewerbegebiet – um diese Option ging es beim Business-Frühstück (v.l.): Jens von Lengerke (IHK Nord Westfalen), Mathias Kersting (Aufsichtsratsvorsitzender der Wirtschaftsförderung Münster), Wolfgang Stricker (Unternehmer), Christian Tebel (Breitbandkoordinator Stadt Münster) und Rainer Szymanski (Account Manager Deutsche Glasfaser). Foto: kaj

„Wir haben zehn Mbit und brauchen 200“, bringt es Wolfgang Stricker auf den Punkt. Wie ihm geht es auch anderen Unternehmen im Gewerbegebiet Kleimannbrücke und Rudolf-Diesel-Straße. Maximal sieben Gespräche gleichzeitig – und dann sei Schluss berichtet er. Für ein Unternehmen mit drei Standorten nicht zufriedenstellend. Harald Jellentrup (Elektrotechnik), mit seiner Firma ebenfalls im Gewerbegebiet ansässig, hadert mit den Möglichkeiten der Datenübertragungsrate und berichtet beispielsweise von abstürzenden Internetverbindungen.

Viel Luft nach oben offensichtlich: Das Familien-Unternehmen Stricker stellte deshalb gern am Dienstagmorgen seinen Konferenzraum im Firmensitz an der Rudolf-Diesel-Straße für eine Business-Frühstück zur Verfügung.

Rund 30 Firmen aus dem Coerder Gewerbegebiet nutzten die Gelegenheit, sich von der Deutschen Glasfaser GmbH über einen Weg in die Zukunft informieren zu lassen. „Das ist eine einmalige, perspektivische Chance“, unterstrich Christian Tebel, Breitbandkoordinator der Stadt Münster, nachdrücklich. Auch für die Wirtschaftsförderung der Stadt Münster ist Glasfaser die Alternative: Als „zukunftssicher“ bezeichnet Henning Fischer die Technik, auch um Digitalisierungsprozesse zu ermöglichen. Glasfaser zu nutzen bedeute: „Eine Autobahn wird gebaut. Welches Auto man nutzt, bestimmt jeder selbst.“ In neuen Gewerbegebieten wie dem Hansa-Business-Park am Hessenweg würden Leerrohre gleich mitverlegt.

In gewachsenen, bereits bestehenden Gewerbegebieten gibt es Glasfaser indes gar nicht oder höchst selten. Sie bildeten die weißen Flecken auf der Karte einer Stadt, ist die Erfahrung von Rainer Szymanski, Account Manager Deutsche Glasfaser.

Wie könnte der Einstieg in die Glasfaser-Zukunft für Coerde aussehen? Auf das Business-Frühstück vom Dienstag folgt die Potenzial-Analyse. Circa zwölf bis 15 Unternehmen müssten mitmachen – in acht bis zehn Wochen werde klar sein, ob die neue Technik im Coerder Gewerbegebiet zu realisieren sei, sagte Szymanski. Etwa bis zum 30. Juni nimmt sich die Unternehmensgruppe Zeit, um das Interesse auszuloten. Stehe fest, dass es sich lohne, folge der Ausbau mit einem eigenen Tiefbau-Generalunternehmer. Acht bis neun Monate später könnten die Firmen angeschlossen werden. Der Glasfaser-Anbieter erstellt ein eigenes neues Netz, dessen Einstiegsgröße bei 200 Mbits beginnt.

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