Fest der Vielfalt
Iriba-Brunnen feiert Fest der Vielfalt

Münster-Coerde -

Oberbürgermeister Markus Lewe und der Vorsitzende des Integrationsrates, Dr. Ömer Lütfü Yavuz, begrüßten die Gäste des Festes der Vielfalt im Begegnungszentrum Meerwiese.

Sonntag, 04.11.2018, 18:47 Uhr
Veröffentlicht: Sonntag, 04.11.2018, 18:47 Uhr
Beim vierten Fest der Vielfalt im Begegnungszentrum Meerwiese gab es ein buntes Programm mit Vorträgen, Musik, Speisen und einer afrikanischen Modenschau.
Beim vierten Fest der Vielfalt im Begegnungszentrum Meerwiese gab es ein buntes Programm mit Vorträgen, Musik, Speisen und einer afrikanischen Modenschau. Foto: rkr

Bereits zum vierten Mal feierte der Verein Iriba-Brunnen sein „Fest der Vielfalt“ im Begegnungszentrum Meerwiese. Auch Oberbürgermeister Markus Lewe und der Vorsitzende des Integrationsrates, Dr. Ömer Lütfü Yavuz waren gekommen, um die Anwesenden zu begrüßen und dem Verein ihre Anerkennung und ihren Dank auszusprechen.

Josee Mukanshimiyimana, Vorsitzende von Iriba, gab in ihrer Rede einen Einblick in die Gründungsgeschichte des Vereins: Iriba ist ein ruandisches Wort und bedeutet „Brunnen“. Der Verein wurde im April 2014 gegründet, verfolgt ausschließlich gemeinnützige Zwecke und will in der Gesellschaft etwas zum Positiven verändern. Er bietet Nachhilfeunterricht und eine Tanzgruppe für Kinder sowie ein Nähprojekt für Frauen an.

Josee Mukanshimiyimana hatte in ihrem Studium der Sozialwissenschaft ein Praktikum in einer Schule absolviert. Dort lernte sie die speziellen Probleme von Jugendlichen mit Migrationshintergrund kennen und entwickelte ein Nachhilfeangebot für Mathe, Englisch, Physik und Chemie. Später engagierte sie sich in Coerde beim Deutschen Roten Kreuz in einem Projekt für Frauen: Erst machte sie mit den Teilnehmerinnen einen Anfängerkursus in deutscher Sprache, dann kam noch ein Nähprojekt hinzu, bei dem die Frauen über ihre Probleme sprechen und eine nützliche Fertigkeit erlernen konnten.

Die Afrikanerin machte die Erfahrung, dass alle Migranten nur Kontakt zu ihren Landsleuten pflegten und den Kontakt zu den Einheimischen vermieden und umgekehrt. Sie schrieb eine Forschungsarbeit zum Thema „Die Rolle der christlichen Gemeinde bei der Integration von Migranten“ und schlug als Lösung des Kommunikationsproblems vor, ein jährliches Fest aller Kulturen und Gemeindemitglieder zu feiern. Daraus wurde dann das „Fest der Vielfalt.“

Diesem Anspruch wurde auch in diesem Jahr Rechnung getragen: Die Kenianerin Dr. Annah Keige-Huge hielt einen Vortrag über Bildung in Vielfalt und zitierte dabei John F. Kennedy, der gesagt hat: „Es gibt nur eins, was auf Dauer teurer ist als Bildung – keine Bildung.“

Danach zeigten die Mitglieder der Gruppe „Beto African Queens“ Mode aus Afrika. Die jungen Frauen erhielten für ihren Auftritt viel Beifall. Auch die Küchengruppe erntete viel Zuspruch und Anerkennung für ihre leckeren Speisen.

Last but not least – die Handy-Sammelaktion: Für alle, die noch ein altes Handy herumliegen haben, organisiert Dr. Felin Twagirashyaka im Awo-Stadtteilbüro, Nerzweg 9, eine Sammelaktion. Der Erlös kommt der Vereinsarbeit zugute.

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