„Ruhe im Schilf“
Einsatz für „Ruhe im Schilf“

Münster-Coerde -

Die Bürgerinitiative zum Schutz der Rieselfelder setzt auch auf humorvolle Hinweise. Sie entwarf jetzt ein Schild mit einem bräsig schauenden Brutvogel, der gern „Ruhe im Schilf“ hätte.

Freitag, 18.01.2019, 18:02 Uhr
Die Bürgerinitiative Rieselfelder setzt sich für den Schutz des Europareservates ein. Insbesondere zur Brutzeit brauchen die Tiere Ruhe. Deshalb schaut der Vogel auf dem Bild, das Heike Deckert-Peaceman zeigt, ziemlich bräsig.
Die Bürgerinitiative Rieselfelder setzt sich für den Schutz des Europareservates ein. Insbesondere zur Brutzeit brauchen die Tiere Ruhe. Deshalb schaut der Vogel auf dem Bild, das Heike Deckert-Peaceman zeigt, ziemlich bräsig. Foto: rkr

„Ruhe im Schilf!“ fordert die Bürgerinitiative Rieselfelder und malt Schilder mit einem brütenden Vogel im Nest, der nicht sehr erfreut ausschaut.

„Die Aktion soll mit Humor zum Nachdenken bringen über die Verkehrsregelung in den Rieselfeldern“, sagte Bodo Kensmann , der Sprecher der Bürgerinitiative. Auf der dritten öffentlichen Sitzung im Seminarraum der Biologischen Station hinterm „Heidekrug“ waren Mitglieder zusammengekommen, um über das weitere Vorgehen zu beraten. 15 Bürger hatten sich eingefunden, darunter auch die SPD-Vertreterinnen Marianne Hopmann und Johanne Lamken sowie der ÖDP-Ratsherr Franz Pohlmann.

„Wir müssen über Parteigrenzen hinweg eine Lösung finden“, sagte Dr. Hans-Uwe Schütz von der Biologischen Station, „wir müssen in der Sache überzeugen!“ Der Naturschützer freute sich, dass so viele Bürger den Schutz des Europareservats unterstützen würden – das Anliegen der Biologischen Station seit Jahrzehnten. Schütz betonte, er sei davon überzeugt, dass es Naturschützer in allen Parteien gebe. „Die treuste Unterstützung durch die Jahrzehnte haben wir von der SPD erfahren“, sagte der Biologe.

„Da dürfen keine Autos durchbrausen“, sagte Marianne Hopmann. „Es ist ein Vogelreservat von europäischem Rang, da muss es möglichst wenig Verkehr geben.“ Johanne Lamken ergänzte: „Mir liegt auch der Reptilien- und Amphibienschutz am Herzen. Die Zahl der totgefahrenen Tiere ließe sich erheblich reduzieren, wenn hier nur die Autos führen, die hier unmittelbar etwas zu tun haben.“ Sie möchte den Durchgangsverkehr aus den Rieselfeldern fernhalten, ohne die Anlieger einzuschränken.

Ratsherr Franz Pohlmann formulierte es drastisch: „Nur wenn die Bürger auf die Straßen gehen, dann passiert was!“

Zur Zeit wird der Antrag von Grünen und SPD, die Coermühle zur Anliegerstraße zu erklären, den die Bezirksvertretung (BV) Nord beschlossen hatte, von Justiziaren der Stadt geprüft. Es geht dabei um die Zuständigkeit der BV.

Bodo Kensmann äußerte sich zuversichtlich über die Arbeit der Bürgerinitiative. Es habe sich jetzt ein harter Kern gebildet, der die Arbeit vorantreibe und die Aktionen vorbereite. Die anderen Unterstützer würden zu den Aktionen kommen.

„Wir hoffen nicht zuletzt auf die Unterstützung durch die Grünen, und dass sie sich nicht an ihren Koalitionszwängen orientieren“, betonte der Sprecher der Bürgerinitiative mit Blick auf die Ratskoalition. Er kündigte die Schaffung einer Homepage an, damit sich alle Inter­essierten über den Stand der Dinge und die geplanten Aktionen informieren könnten.

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