Soziale Stadt Coerde
SPD will keine Zeit verlieren

Münster-Coerde -

Das Projekt „Soziale Stadt“ soll auch in Coerde an den Start gehen. Damit das 2020 klappt und Förderanträge in diesem rechtzeitig gestellt werden können, hat die SPD einen komplexen Maßnahmenkatalog in einem Ratsantrag zusammengestellt.

Mittwoch, 20.03.2019, 19:00 Uhr
Die Stadtbücherei im Coerdemarkt könnten sich Marianne Hopmann, Vorsitzende der SPD-Fraktion in der Bezirksvertretung Nord, und SPD-Ratsherr Thomas Kollmann als Ankerpunkt für Begegnungsräume vorstellen.
Die Stadtbücherei im Coerdemarkt könnten sich Marianne Hopmann, Vorsitzende der SPD-Fraktion in der Bezirksvertretung Nord, und SPD-Ratsherr Thomas Kollmann als Ankerpunkt für Begegnungsräume vorstellen. Foto: kaj

Coerde ist auf dem Weg zur „Sozialen Stadt“: Das Bund-Länder-Programm ist zum einen ein Teilprogramm der Städtebauförderung. Zugleich bündelt es öffentliche und private Ressourcen. Die Grundidee der „Sozialen Stadt“ ist, dass Herausforderungen nicht durch Aktivitäten einzelner Ressorts zu lösen sind, sondern sich zukunftsfähige Quartiere nur durch gemeinsames Handeln gestalten lassen. So beschreibt das Land Nordrhein Westfalen die Philosophie des Programms.

Die SPD hat unter der Überschrift „Gute Perspektiven für Coerde schaffen“ einen hochkomplexen Rats­antrag formuliert, „der sicher stellen soll, dass in diesem Jahr die Anträge gestellt werden, damit wir 2020 mit der ,Sozialen Stadt‘ an den Start kommen“, sagte SPD-Ratsherr Thomas Kollmann .

Er stellte der Bezirksvertretung (BV) Nord diesen Antrag vor, der in der nächsten Ratssitzung eingebracht werden soll. „Vieles“, sagte Kollmann, „liegt auf der Hand.“

Und so benennt der Antrag etliche konkrete Maßnahmen, die direkt angegangen werden könnten.

Von elementarer Bedeutung sei die vorbereitende Einrichtung eines Beirats „ Soziale Stadt “, unterstrich er.

Vorn auf ihre Liste setzt die SPD Begegnungsräume in zentraler Lage. Ankerpunkt, so der Vorschlag, könnte die Stadtbücherei sein. Ebenso wichtig sei ein Quartiersmanagement mit interkultureller Kompetenz und der Einbindung von Brückenpersonen aus unterschiedlichen Herkunftsländern. Vorgeschlagen wird die Schaffung eines sozialen Arbeitsmarkts für Coerde durch öffentlich geförderte Beschäftigung und die Einrichtung einer Dependance des Jobcenters Münster.

Ein Kinder- und Jugendgesundheitszentrum gehört ebenso dazu wie Maßnahmen zur Kinder- und Jugendprävention. Dazu zählt die SPD eine kostenlose Mittagsverpflegung für alle Kinder in Kita und Schule, und die Beseitigung von Hemmnissen für einen Kita-Besuch, um frühkindliche Bildung und Erziehung für alle zu ermöglichen.

Ein Abenteuer- und Bauspielplatz sowie die Aufwertung der Sportanlage sind der SPD ebenfalls wichtig. Dabei geht es etwa um die zeitnahe Umwandlung des Tennenplatzes in einen Kunstrasenplatz und um zusätzliche Sportangebote von Mädchenfußball bis zu Trendsportarten. Und es gehe um eine Einbindung von Menschen mit Migrationsvorgeschichte etwa über das Projekt „Sport, Sprache und Integration“.

Die Arbeit der Träger in Coerde sei hoch zu schätzen, betonte Thomas Kollmann in der Sitzung der Bezirksvertretung Nord. „Wir möchten das mit den notwendigen Ressourcen unterstützen.“

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