Führung „Schmetterling, Heuschrecke und Co“
Eintauchen in die Insekten-Welt

Münster-Coerde -

nsekten sind faszinierend, das stellten auch die Besucher der Führung „Schmetterling, Heuschrecke und Co“ der biologischen Station Rieselfelder fest.

Sonntag, 02.06.2019, 17:31 Uhr aktualisiert: 03.06.2019, 18:19 Uhr
Ungeahnte Einblicke konnte die Besucher der Führung „Schmetterling, Heuschrecke und Co“ der biologischen Station in den Rieselfelder unter der Leitung von Dr. Giselheid Reding bekommen.
Ungeahnte Einblicke konnte die Besucher der Führung „Schmetterling, Heuschrecke und Co“ der biologischen Station in den Rieselfelder unter der Leitung von Dr. Giselheid Reding bekommen. Foto: cro

Wie kleine Ritter krabbeln die Käfer über die Wiesen in den Rieselfeldern. Im Sonnenschein schimmern sie blau oder grün, manche tiefschwarz. Während auf dem Boden schon viel los ist, geht es in der Luft weiter: Mücken sirren durch die Luft auf der Suche nach Futter, während die feinen Libellen fast wie ein Hubschrauber ihre Flugkünste unter Beweis stellen.

Insekten sind faszinierend, das stellten auch die Besucher der Führung „Schmetterling, Heuschrecke und Co“ der biologischen Station Rieselfelder fest. Unter der Leitung von Dr. Giselheid Reding ging es in Richtung Feldherrenhügel, um sich die zahlreichen Krabbler und Flieger einmal genauer anzuschauen – und so manchen Tipp zum Erhalt oder Versorgung der so wichtigen Tierchen zu erhalten.

Doch zuvor gab es theoretischen Unterricht, wobei die Kinder eher die Fragen der Biologin beantworten konnten als die Erwachsenen. Beispielsweise danach, wie man Insekten eigentlich erkennt: „Sie haben sechs Beine und einen dreigeteilten Körper“, verriet Reding. „Sie sind für machen eine Plage, aber sehr wichtig und sehr vielfältig.“ Ob die Tiere denn wirklich vom Aussterben bedroht sind? „Nein, um die Insekten mache ich mir keine Sorgen, wohl aber um die Bienen“, verriet die Expertin und hatte auch gleich eine Rechnung parat. „Bei Schmetterlingen habe ich gelernt, dass einer von einer Million eine Resistenz gegen das Gift der Landwirtschaft entwickelt – und der lebt dann weiter und gründet neue Populationen.“ Dennoch sprechen die Zahlen eine eindeutige Sprachen: „75 Prozent der Masse der Insekten sind verschwunden, nicht der Arten“, erklärte Reding. Dennoch hätten es gerade Spezialisten schwer.

„Viele Lebensräume wie Moore oder Ackerränder sind weg, die Gärten der Häuser sind aufgeräumt.“ Doch man kann den Tierchen einen Gefallen tun: „Es gibt Blumenmischungen, die man ausbringen kann, auch auf dem Balkon.“ Aber eigentlich sei jede blühende Blume hilfreich: „Sogar Tomaten und Küchenkräuter.“

Reding hatte aber noch mehr Tipps parat. „Wer Schmetterlingen helfen will, sollte aber ein paar Brennnesseln stehen lassen. Und für Erdbienen reicht ein umgedrehter Tontopf, dessen Loch mit einem Brett zugedeckt ist.“ Ein Schmetterling sollte aber laut Reding nicht gefangen werden. „Die Flügel sind aus Schuppen und gehen schon beim Anfassen kaputt.“

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