Franziskus-Haus
Details der Planung

Münster-Coerde -

Die Gemeindemitglieder waren eingeladen, sich im Freizeitheim St. Norbert über den neuesten Stand zum Franziskus-Haus zu informieren.

Donnerstag, 04.07.2019, 20:00 Uhr
Die Optik wird sich ändern: Das Franziskus-Haus entsteht zwischen der St.-Norbert-Kirche und dem Freizeitheim.
Die Optik wird sich ändern: Das Franziskus-Haus entsteht zwischen der St.-Norbert-Kirche und dem Freizeitheim.

„Die Arbeiten gehen voran“, meinte Pfarrer André Sühling. Es ging um das Franziskus-Haus und die Fortschritte, die die Planungen gemacht haben. Die Gemeindemitglieder waren am Mittwochabend dazu eingeladen, sich im Freizeitheim St. Norbert über den neuesten Stand zu informieren. Zufrieden zeigten sich die meisten, aber einige Punkte fanden viele noch nicht optimal.

Wann wird es denn jetzt etwas mit dem FranziskusHaus? „Wir müssen erst den Bauantrag genehmigt bekommen, vorher können wir nicht anfangen“, sagte Tobias Haverbeck vom Architekturbüro Schoeps und Schlüter. Pfarrer André Sühling hielt sich ebenfalls mit einer Zeitangabe zurück: „Ich hatte mich ja schon auf der Baustelle gesehen.“

Foto: Heinrich Weßling

Umso konkreter sind die Planungen für das Gebäude und dessen Lage. Das Franziskus-Haus wird auf dem heutigen Parkplatz zwischen dem Freizeitheim St. Norbert und der Norbert-Kirche stehen. Es solle der Gemeinde gegenüber offen sein, erläuterte Haverbeck: „Da stören Autos nur.“ Das heißt: Bis auf die Anfahrtsmöglichkeit für Menschen mit Behinderungen wird ein Autoverkehr dort nicht mehr möglich sein, die Parkplätze fallen weg. Der Rückbau des Freizeitheims St. Norbert eröffne aber neue Möglichkeiten, so Haverbeck. Parkplätze würden dann dort entstehen, vom Grundstück des Kindergartens könne ein Stück „abgeknapst“ werden, sodass über die Rückseite auch eine Anfahrt möglich würde. Der Kindergarten wiederum könne zum Ausgleich etwas Fläche von dem Grundstück des Freizeitheims erhalten.

Der Grundriss des Gebäudes selbst sei unverändert geblieben. Alles wird im Erdgeschoss liegen, sogar die Kellerplanung ist wieder aufgegeben worden. Im Eingang wird es ein großes Foyer geben, darin eingelagert ist eine multifunktionale Küche. Gleich dahinter ist der große, komplett verglaste Saal für 80 bis 100 Personen geplant, an den drei Gruppenräume angrenzen. Einer soll zum Saal hin geöffnet werden können. Haverkamp schlug vor, keine Trennwand dort mehr vorzusehen, sondern den Bereich offen zu lassen. Manko: Gleichzeitige Veranstaltungen in diesem Gruppenraum und im großen Saal wären dann nicht mehr möglich. Positiv: Schon jetzt sind Einbauschränke im Gruppenraum-Bereich geplant, in denen örtliche Vereine Dinge lagern können. Auch die Küche kann von ihnen im Rahmen von eigenen Veranstaltungen genutzt werden.

Die Caritas wird einen eigenen Trakt mit Beratungsräumen bekommen. Allerdings: Noch gibt es keinen Raum für die Tafel. Weitere Kritikpunkte: Das Behinderten-WC ist nach den Planungen ein Durchgangsraum für den Technikraum. Ebenso sind aus Kostengründen keine elektronischen Türöffner vorgesehen. „Sie müssen sich entscheiden, wie inklusiv Sie sein wollen“, meinte eine junge Rollstuhlfahrerin. Jetzt soll ein eigener Arbeitskreis „Behindertes Bauen“ gegründet werden, in dem diese Punkte zur Sprache kommen.

Die Anregungen der Gemeindemitglieder wurden während der Veranstaltung notiert und sollen jetzt geprüft und eingearbeitet werden.

Dann ist die Stadt am Zug. Eine „positive Bearbeitung“, so Tobias Haverbeck, sei von dort signalisiert worden. Das Franziskus-Haus würde, so meinte er, „gut funktionieren“.

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