Verkehrsproblematik Rieselfelder
Runder Tisch nach den Ferien

Münster-Coerde -

Die Bürgerinitiative zum Schutz der Rieselfelder hat Oberbürgermeister Markus Lewe an den Hessenweg eingeladen.

Freitag, 12.07.2019, 19:00 Uhr
Oberbürgermeister Markus Lewe (3.v.l.) und Dezernent Rainer Uetz (r.) trafen sich am Freitagmorgen mit der Bürgerinitiative zum Schutz der Rieselfelder am Hessenweg. Nach den Sommerferien soll zur Verkehrsproblematik auf den Straßen im Europareservat ein runder Tisch eingerichtet werden.
Oberbürgermeister Markus Lewe (3.v.l.) und Dezernent Rainer Uetz (r.) trafen sich am Freitagmorgen mit der Bürgerinitiative zum Schutz der Rieselfelder am Hessenweg. Nach den Sommerferien soll zur Verkehrsproblematik auf den Straßen im Europareservat ein runder Tisch eingerichtet werden. Foto: kaj

Um 7 Uhr, zum einsetzenden Berufsverkehr, hatte die „Bürgerinitiative zum Schutz der Rieselfelder“ Bürgermeister Markus Lewe an die Kreuzung Hessenweg / Coermühle eingeladen.

Stephan Bauhus erläuterte Markus Lewe und Dezernent Rainer Uetz die Position der Bürgerinitiative zur Verkehrsproblematik in den Rieselfeldern. Er ging dabei auch auf das Potenzial etwa von Mobilstationen und additiven Angeboten ein. Bauhus unterstrich, dass es darum gehe, ein integriertes Verkehrskonzept für das nördliche Stadtgebiet Münsters zu entwickeln mit „Lösungen zur Reduzierung des kfz-gebundenen Individualverkehrs und zur Stärkung des ÖPNV und Fahrradverkehrs“.

Fest steht: Ausweich- und Schleichverkehr gen Münster belastet insbesondere morgens und abends die Rieselfelder. Und „Schleichverkehre aus Komfortgründen“, so die Bürgerinitiative, „sind in einem Natur- und Vogelschutzgebiet nicht hinnehmbar.“ Ziel der Bürgerinitiative ist eine Unterbindung des Durchgangsverkehrs.

Heike Deckert-Peaceman von der BI mahnte den Zeitfaktor an und betonte, dass kurzfristig etwas passieren müsse. „Wir wünschen, dass sich die Stadt für das Naturschutzgebiet einsetzt.“ Denn längst sind auch „zig Lkw“ auf den Straßen des Europareservats unterwegs, so die Beobachtung der Bürgerinitiative.

Als „Kostbarkeit“, als „wertvolles Areal“ würdigte Oberbürgermeister Lewe das Europareservat. Zum einen gehe es um die Frage, wie kann man das Gebiet als Ganzes schützen? Zum anderen gebe es Bewohner in Gittrup und Gelmer, die sich fragten, welches der für sie günstigste Verkehrsweg sei. „Wir müssen den Prozess gemeinsam mit den Bewohnern angehen“, so Lewe.

Den Nahverkehr umzustellen, Alternativ-Angebote zu machen – diesen Weg will auch Münster eingeschlagen. Stadtwerke-Pläne für die Zukunft sehen zum Beispiel wie berichtet vor, dass an Mobilstationen der Umstieg von einem Verkehrsmittel auf ein anderes zügig vonstatten gehen soll – dazu gehören Wartehalle, Info-Säule, Leezen-Box und Car-Sharing-Angebote. Berufspendler könnten so über die Hauptverkehrsachsen bequem und zügig die Innenstadt erreichen. Ein solches Modell wollen die Stadtwerke – wie berichtet – in Hiltrup ausprobieren, sobald die Fördermittel von Bund und Land bewilligt sind.

Ob die Zuständigkeit für die Straßen der Rieselfelder bei der Bezirksvertretung Nord oder bei der Stadt Münster liegt, wird wie berichtet demnächst gerichtlich geklärt. Die SPD hat zusätzlich einen Ratsantrag auf zeitlich befristete Fahrverbote in den Rieselfeldern während der Brutsaison gestellt.

Oberbürgermeister Markus Lewe und Dezernent Rainer Uetz kündigten am Freitagmorgen die Einrichtung eines „runden Tisches“ zur Verkehrssituation in den Rieselfeldern an – und zwar nach den Sommerferien.

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