Treffpunkt Repair-Café
Repair-Café: „Es läuft wieder!“

Münster-Coerde -

Im Repair-Café erhalten defekte Kleingeräte eine zweite Chance. Zudem ist es ein geselliger Treffpunkt. Organisiert wird das Angebot vom Arbeitskreis „Älter werden in Coerde“.

Dienstag, 13.08.2019, 19:00 Uhr aktualisiert: 20.08.2019, 16:56 Uhr
Auch Marianne Hopmann (r.) vom Arbeitskreis „Älter werden in Coerde“ nutzte das Angebot des „Repair-Cafés“. Sie brachte ein defektes Radio vorbei, das sich die Techniker Ulrich Todt (2.v.r.), Thomas Pahlke (3.v.l.) und Peter Wawerzonnek (2.v.l.) genauer anschauten.
Auch Marianne Hopmann (r.) vom Arbeitskreis „Älter werden in Coerde“ nutzte das Angebot des „Repair-Cafés“. Sie brachte ein defektes Radio vorbei, das sich die Techniker Ulrich Todt (2.v.r.), Thomas Pahlke (3.v.l.) und Peter Wawerzonnek (2.v.l.) genauer anschauten. Foto: Siegmund Natschke

Erika Vosseberg hatte einen Radiorekorder mit zwei integrierten Kassettenspielern dabei. Sie braucht das bewährte technische Gerät für ihre Seniorengymnastik-Gruppen. Leider ist es jedoch kaputtgegangen. Doch ihr Entschluss, zum Repair-Café in das Papst-Johannes-Paul-Stift zu gehen, erwies sich als genau richtig. Jetzt funktioniert das gute Stück wieder.

„Sowas wird heute gar nicht mehr gebaut“, sagte Erika Vosseberg und deutete auf den Radiorekorder. Doch: Mag die Technik auch überholt sein, bei ihren Kursen leistet das Gerät wertvolle Dienste. Bis jetzt. Jüngst ist einer der beiden Kassettenspieler kaputt gegangen. „Vielleicht ist eine Feder her­ausgesprungen“, vermutete Vosseberg. Die Techniker vom Repair-Café haben sich das Gerät einmal angeschaut. Ein Metallstück hatte sich leicht verschoben und wurde wieder geradegerückt. Schon war das Problem gelöst.

Die Seniorengymnastik-Gruppen können jetzt wieder die Musik aus dem Rekorder genießen. Und das motiviert. „Wenn die Füße nicht mehr flitzen, tanzen wir vergnügt im Sitzen“, so heißt etwa das Motto von Vossebergs Sitztanz-Gruppe im Papst-Johannes-Paul-Stift.

Im Repair-Café werden Probleme gelöst. „Seit zwei Jahren veranstalten wir das schon“, erklärte Marianne Hopmann vom Arbeitskreis „Älterwerden in Coerde“. Erst im „Mittendrin“ und nun im Papst-Johannes-Paul-Stift. Seit August 2017 gibt es einmal im Monat die Gelegenheit, defekte Kleingeräte vorbeizubringen, vom Toaster über das Bügeleisen bis zum Handy.

Hier versuchen die Techniker alles, um die Dinge wieder ans Laufen zu bringen. „Die sind ehrgeizig und suchen die Fehler“, sagte Hopmann. „Das ist eine Hilfe zur Selbsthilfe“, erklärte Rudolf Schenke. Der Radio- und Fernsehtechniker macht aus Überzeugung beim Repair-Café mit. Es gehe auch darum, dem Prinzip der Nachhaltigkeit Rechnung zu tragen. Er und seine Kollegen können häufig helfen.

Notburga Wöstmann aus Coerde hat ebenfalls gute Erfahrungen mit dem Angebot des Repair-Cafés gemacht. Ihre Stehlampe ging nach kurzer Zeit immer wieder aus. Wo sie auch hinging, überall wurde abgewunken: „Da kann man nichts machen.“ Dann führte ihr Weg ins Repair-Café. Ein Blick, ein Handgriff, dann hieß es: „Es läuft wieder!“

Solche Erfolgserlebnisse sind nicht selten. Aber das Ganze dient auch noch einem anderen Zweck: „Es geht um die Geselligkeit“, so Hopmann. Hier komme man miteinander ins Gespräch. Für die Reparatur wird um eine kleine Spende gebeten.

Nachdem das „Mittendrin“ die Interimsräume am Hamannplatz verlassen hatte, fand sich im Papst-Johannes-Paul-Stift ein neues Domizil: „Wir sind hier wunderbar aufgenommen worden“, sagte Hopmann. Dort, an der Culmer Straße 16, soll es bleiben, auch wenn das „Mittendrin“ demnächst über der Stadtbücherei sein Angebot aufnimmt.

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Das Repair-Café findet jeden zweiten Montag im Monat statt, von 14.30 bis 17 Uhr. Der nächste Termin ist am 9. September.

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