Soziale Stadt Coerde später
„Soziale Stadt“: ein Jahr Verzug

Münster-Coerde -

Die Antragsfrist 30. September für die „Soziale Stadt“ verstreicht in diesem Jahr für Förderanträge zu Coerde. Die SPD erwartet nun, dass jetzt vorbereitend notwendige Bausteine aus Ratsanträgen und Vorschlägen zu Maßnahmen in den Bereichen Kinder, Jugend, Gesundheit und Schule umgesetzt werden.

Freitag, 16.08.2019, 19:00 Uhr
SPD-Ratsherr Thomas Kollmann und Marianne Hopmann, SPD-Fraktionsvorsitzende in der Bezirksvertretung Nord, setzen nach der angekündigten Verschiebung des Starts der „Sozialen Stadt“ auf konkrete vorbereitende Maßnahmen.
SPD-Ratsherr Thomas Kollmann und Marianne Hopmann, SPD-Fraktionsvorsitzende in der Bezirksvertretung Nord, setzen nach der angekündigten Verschiebung des Starts der „Sozialen Stadt“ auf konkrete vorbereitende Maßnahmen. Foto: kaj

Mit einem Jahr Verzug wird das Programm starten. Das geht aus einer Nachricht der Stadtverwaltung hervor, die SPD-Ratsherr Thomas Kollmann jetzt erhalten hat. Er hatte mit seinem Ratskollegen Ludger Steinmann den Stand der Dinge zur „Sozialen Stadt“ für Coerde mit Blick auf die Frist erfragt.

Die Verwaltung begründet die Verzögerung mit Vorgaben der Förderrichtlinien. Dazu gehöre „zum Beispiel ein durch Ratsbeschluss festgelegter Gebietsbezug für das Fördergebiet und ein sogenanntes integriertes Stadtteilentwicklungskonzept mit der Auflistung möglicher privater und öffentlicher Maßnahmen“. In puncto Stadtteilentwicklungskonzept seien aktuell „die einzelnen Fachämter aufgefordert, das Zielsystem zu überprüfen und konkrete Maßnahmen, Kosten, Kooperationspartner und Realisierungszeiträume zu benennen. Dieser Bearbeitungsschritt ist noch nicht abgeschlossen“, so die Begründung und Erläuterung Stadtverwaltung. Als neue Perspektive wird die Antragsfrist 2020 genannt.

Die Nachricht der Verwaltung, dass die Frist für Förderungsanträge zum Stadterneuerungsprogramm „ Soziale Stadt “ am 30. September nicht eingehalten werden kann, kommt in Münsters Norden nicht gut an: Für Ratsherr Thomas Kollmann ist die Entwicklung, die eine weitere Verzögerung von einem Jahr bedeutet, „ärgerlich“. Marianne Hopmann, Fraktionsvorsitzende der SPD in der Bezirksvertretung Nord, findet sie „erschütternd“.

Schon vor fünf Jahren, im Februar 2014, setzte sich die SPD-Ratsfraktion in einem Antrag dafür ein, einen Neustart des Programms „Soziale Stadt“ für Münster zu nutzen. Expliziert nannte die SPD in ihrem Antrag Coerde als ein „klassisches Programmgebiet“ mit Handlungsbedarf in Feldern wie „Integration, soziale Sicherung, Bildung und lokale Ökonomie“.

2016 rückte Coerde im Sozialbericht der Stadt Münster erneut in den Fokus. Und seit mehr als zweieinhalb Jahren gebe es bereits einen interfraktionellen Arbeitskreis, sagt Hopmann.

Im März dieses Jahres hatte die SPD-Ratsfraktion unter der Überschrift „Gute Perspektiven für Coerde schaffen“ einen komplexen Rats­antrag formuliert, der absichern sollte, „dass in diesem Jahr die Anträge gestellt werden, damit wir 2020 mit der ,Sozialen Stadt‘ an den Start kommen“, so die Begründung von Thomas Kollmann im März. Daraus wird nun nichts.

Ratsherr Thomas Kollmann und Fraktionschefin Marianne Hopmann haben angesichts der aktuellen Situation „die deutliche Erwartung“, dass jetzt vorbereitend notwendige Bausteine aus Ratsanträgen und Vorschlägen zu Maßnahmen in den Bereichen Kinder, Jugend, Gesundheit und Schule umgesetzt werden.

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