Coerdemarkt
Am Ende ist Geduld gefragt

Münster-Coerde -

Die Weichen für einen neuen, attraktiven Coerdemarkt sind gestellt. Dennoch gibt es seit mehreren Monaten Stillstand. Es gehe momentan nur noch um Formalitäten, heißt es.

Mittwoch, 21.08.2019, 19:00 Uhr
Eine lange Geschichte – und nun ist nochmals Geduld gefragt im Coerdemarkt am Hamannplatz. Schon 2012 schlug das städtische Planungsamt vor, einen Bebauungsplan aufzustellen, um die Weichen für Umstrukturierungsmaßnahmen oder bauliche Erweiterungen zu stellen.
Eine lange Geschichte – und nun ist nochmals Geduld gefragt im Coerdemarkt am Hamannplatz. Schon 2012 schlug das städtische Planungsamt vor, einen Bebauungsplan aufzustellen, um die Weichen für Umstrukturierungsmaßnahmen oder bauliche Erweiterungen zu stellen. Foto: kaj

Im Herbst 2012 zieht das städtische Planungsamt diese Bilanz für den Coerdemarkt: Die Verkaufsfläche von rund 2800 Quadratmetern im ­Coerdemarkt verteilt sich auf 17 Geschäfte. Das Einkaufszentrum ist seit seiner Entstehung in den 60er-Jahren nahezu unverändert. Einzige Ausnahme: Der Aldi-Markt, der Ende der 90er- Jahre hinzugekommen ist. Das Planungsamt schlägt 2012 vor, einen Bebauungsplan aufzustellen, um die Weichen für Umstrukturierungsmaßnahmen oder bauliche Erweiterungen zu stellen.

Lang ist es her. Die Weichen für einen neuen, attraktiven Coerdemarkt sind nach etlichen Umwegen inzwischen gestellt. Dennoch gibt es seit mehreren Monaten Stillstand. In den Sitzungen der Bezirksvertretung Nord wurde der Beschluss über die Stellungnahmen und den Satzungsbeschluss zum Bebauungsplan Nr. 557 in diesem Jahr bereits zweimal abgesetzt.

Zuletzt stand das Thema im Juli–auf der Tagesordnung des Rates. Doch nicht lange. Dann wurde auch dort dieser Punkt abgesetzt.

Die Bürgerinitiative Hamannplatz-Coerde vermutet als Grund für die Verzögerung, „dass sich die Stadt beziehungsweise ihr Planungsamt mit dem Investor Stroetmann über die Kosten, die durch Abriss der Postenbörse und den Neubau von Parkflächen und Edeka-Markt im westlichen Teil des Hamannplatzes entstehen“ streite.

Das treffe nicht zu, sagt Andreas Kurz vom Stadtplanungsamt. Auch die rechtlichen und verkehrsrechtlichen Fragen, die zum Beispiel Querungen und öffentliche Fußwege im Bereich beträfen, seien geklärt. Er fügt ausdrücklich hinzu: „Es gibt keinen Dissens zwischen Stroetmann und dem Planungsamt. Der Vertragsentwurf ist unterschriftsreif.“

„Ich kann das bestätigen, wir sind auf dem Weg“, erklärt Frank Bomhoff , Leiter der Projektentwicklung des Unternehmens Stroetmann. „Es ist nur eine zeitliche Frage.“ Es sei eine Beurkundung der neuen Teilungserklärung erforderlich. „Die ist anberaumt.“ Dabei seien „Einladungsfristen einzuhalten, insofern verzögern sich die Dinge“. Alles sei im Fluss. „Am Ende steht der Satzungsbeschluss, und dann warten wir auf die Baugenehmigung.“ Dass sich die Dinge verzögerten, merke jeder. Aber: „Stadt, Stroetmann und Teileigentümergemeinschaft haben dasselbe Ziel“, betont Bomhoff.

Betrachtet man die Verzögerungen, ist auch zu berücksichtigen, dass sich der Gestaltungsbeirat mehrmals mit dem Coerdemarkt befasst hat.

In der Diskussion zur Gestaltung war es auch um ein erhöhtes Vordach bei Aldi gegangen: Der Gestaltungsbeirat hatte in seiner letzten Sitzung am 29. Januar dem Vorschlag von Bürgerinitiative und Bezirksvertretung Nord für eine niedrige Dachausführung entsprochen. Er war aber bei der Empfehlung geblieben, die neuen Gebäude voll zu verklinkern.

Das hat die Verwaltung in ihre Vorlage zum Satzungsbeschluss für den Bebauungsplan Nr. 557 auch aufgenommen.

Auch prägende Element wie die autofreie Mitte, für die sich die Bürgerinitiative eingesetzt hatte, werden in Zukunft das neue Bild im Zentrum des Stadtteils bestimmen.

Momentan gibt es Verzögerungen. Das führt zum Beispiel zu Nachfragen in der Coerde-Apotheke.

Denn deren neue Räumlichkeiten direkt gegenüber sind seit knapp vier Monaten „komplett fertig“, sagt Apotheker Dr. Olaf Rose. Er ist seit 2004 Inhaber der ­Coerde-Apotheke. Rose hofft auf einen Umzug „Pi mal Daumen um die Jahreswende“. Das sei ein größeres Unterfangen, berichtet er, „weil wir einen Lagerroboter haben. Der braucht zum Umzug zwei Wochen“.

Fazit: In Coerde ist nochmals Geduld gefragt.

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