Polnischer Gast im Gottesdienst
Fürbitten auf Polnisch und Deutsch

Münster-Coerde -

Die evangelische Andreas-Kirchengemeinde begrüßte im Gottesdienst am Sonntag als Gast aus der polnischen Partnergemeinde Lublin Presbyterin Jolanta Szafranska.

Montag, 02.09.2019, 18:34 Uhr
Presbyterin Jolanta Szafranska (3.v.l.) im Kreis der Presbyteriumsmitglieder der Andreas-Gemeinde.
Presbyterin Jolanta Szafranska (3.v.l.) im Kreis der Presbyteriumsmitglieder der Andreas-Gemeinde.

In Erinnerung an den Ausbruch des Zweiten Weltkriegs vor 80 Jahren feierte die evangelische Andreas-Kirchengemeinde den Gottesdienst am Sonntag. Aus der polnischen Partnergemeinde Lublin nahm Presbyterin Jolanta Szafranska als Gast am Gottesdienst teil. Die Lubliner Gemeinde ist wie die An­dreas-Gemeinde Mitglied der weltweiten Nagelkreuzgemeinschaft von Coventry, so die Pressemitteilung der Coerder Gemeinde.

In ihrem Grußwort unterstrich Szafranska, dass es die Aufgabe der christlichen Gemeinden sei, an die Schrecken der Kriege zu erinnern und die Stimme gegen Unrecht und Unterdrückung immer wieder laut zu erheben. Sie verwies auf das ehemalige Vernichtungslager Majdanek vor den Toren Lublins mit dem Appell, dass ein solches Unrecht sich nicht wiederholen dürfe.

Pfarrer Frank Beckmann wertete es als ausdrucksstarkes Zeichen der Versöhnung und der Verbundenheit am 80. Jahrestag des deutschen Überfalls auf Polen, die Vertreterin einer polnischen Gemeinde in einem deutschen Gottesdienst begrüßen zu dürfen. In seiner Predigt erinnerte er daran, dass Deutschland als Verursacher des Zweiten Weltkriegs in einer besonderen Verantwortung stehe, die inzwischen 74 Jahre währende europäische Friedensgeschichte fortzuschreiben. Die Fürbitten im Gottesdienst wurden von Szafranska und Beckmann im Wechsel in polnischer und deutscher Sprache gehalten.

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