Bahn erneuert die Gleise
Bahnübergang geschlossen: Keine Durchfahrt in Sudmühle

Münster-Ost -

War die Sudmühlenstraße nicht vor Kurzem noch für sechs Wochen gesperrt? Waren nicht gerade zwei Wochen lang Herbstferien? Darauf nimmt der Baukalender der Bahn offenbar keine Rücksicht: Der Bahnübergang Sudmühlenstraße wurde jetzt wegen Gleisarbeiten geschlossen.

Montag, 28.10.2019, 18:30 Uhr
Der Bahnübergang in Sudmühle ist mindestens eine Woche lang geschlossen – auch Fußgänger und Radler kommen nicht durch.
Der Bahnübergang in Sudmühle ist mindestens eine Woche lang geschlossen – auch Fußgänger und Radler kommen nicht durch. Foto: spe

Eine der wichtigsten Straßen in Münster-Ost ist wieder einmal gesperrt: Die Deutsche Bahn hat den Bahnübergang in Sudmühle für eine Woche geschlossen. Autofahrer werden aufgefordert, nach Mariendorf auszuweichen. Fußgänger und Radfahrer können zwischen der Unterführung an der Havichhorster Mühle und der matschigen Baustellenstraße Im Sundern wählen – einen Umweg von ein bis zwei Kilometern müssen auch sie in Kauf nehmen.

Die Einschränkungen für Handorf sind enorm, die Mehrbelastung für Mariendorf ist es ebenfalls – dort wälzte sich der Verkehr am Montagnachmittag in einer endlosen Schlange durch den Ort. Die Stadt habe die Bahn gebeten, die Sperrung „auf ein absolutes Minimum“ zu begrenzen, versichert Sebastian Schulz vom Ordnungsamt . Das sei auch im Interesse der Bahnkunden: Immerhin geht es hier um die komplette Sperrung der Bahnstrecke zwischen Münster und Osnabrück.

In Sudmühle werden die Gleisanlagen erneuert, berichtet Schulz – inklusive Entwässerung, Schotterunterbau und Straßenübergang. Dafür habe die Bahn mindestens acht Tage veranschlagt, ausgerechnet nach Ende der Schulferien. Am Dienstag kommender Woche (5. November) sollte die Durchfahrt für Autofahrer wieder möglich sein. Bis der gesamte Zugverkehr einschließlich der Fernzüge wieder durch Sudmühle rollt, dauert es noch mindestens fünf Wochen länger.

Die Bahn erneuert bis zum 5. November die Gleise in Sudmühle.

Die Bahn erneuert bis zum 5. November die Gleise in Sudmühle.

Die Umleitung über die Mariendorfer Straße sei ab dem Schifffahrter Damm ausgeschildert. Das habe sehr kurzfristig geschehen müssen. „Es ist die einzige praktikable Möglichkeit, den Verkehr herumzuführen“, sagt Sebastian Schulz. Ordnungsamt und Polizei seien sich bewusst, dass in der Zwischenzeit viele Autofahrer die Unterführung an der Havichhorster Mühle wählen, die eigentlich nur für Anlieger freigegeben ist. „Wir haben es auf dem Schirm und werden auch eingreifen, wenn es Probleme gibt“, sagt Schulz. Diese Durchfahrt zu sperren, käme aus Rücksicht auf die Anlieger nicht in Frage.

 

Kommentar: Plötzlich abgeschnitten

Allmählich könnte man auf den Gedanken kommen, dass Handorf von der Außenwelt abgeschnitten werden soll. Die Dingstiege: wegen Straßenarbeiten gesperrt. Die Haskenaubrücke: wegen Baufälligkeit gesperrt. Der Bahnübergang Sudmühlen­straße: wegen Gleisarbeiten gesperrt. Was kommt als nächstes? Ach ja, die Lützowstraße soll abgeklemmt werden, sobald die B  51 vierspurig wird . . .Der Ausbau der Umgehungsstraße wird es richten, lautet die Parole. Sicher, das wird einiges erleichtern. Aber erstens dauert es noch ein paar Jahre, zweitens löst es das grundsätzliche Problem nicht. Handorf ist ein stark wachsender Stadtteil mit der Infrastruktur eines Dorfes. Da braucht es eine langfristige, gut abgestimmte Planung mit Augenmaß. Damit sich niemand wundert, wenn die Bahn plötzlich ihre Gleise erneuert oder eine 30 Jahre alte Holzbrücke vergammelt.Die nächste Sperrung kommt bestimmt. Spätestens wenn die Handorfer Wersebrücke saniert werden muss.

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Lukas Speckmann

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