Glasfaserausbau beginnt
Glasfaser für Gewerbegebiete

Münster-Coerde -

Mit einem symbolischen ersten Spatenstich sind die Tiefbauarbeiten für den Bau eines Glasfasernetzes in Münsters nord-östlich gelegenen Gewerbegebieten „An der Kleimannbrücke“ und „Rudolf-Diesel-Straße“ gestartet. In circa drei Monaten sollen die ersten Unternehmen an die neue, kupferfreie Telekommunikationsinfrastruktur angeschlossen werden.

Dienstag, 05.11.2019, 19:00 Uhr aktualisiert: 11.11.2019, 18:30 Uhr
Erster Spatenstich (v.l.): Projektmanager Christian Schüller, Key-Account-Managerin Silke Klein-Hietpas, Bauleiter Bernd Herrmann von der Firma Deutsche Glasfaser aus Borken und der Breitbandkoordinator der Stadt Münster, Christian Tebel, im Gewerbegebiet Rudolf-Diesel-Straße beim Auftakt zum Ausbau des Glasfasernetzes in diesem Gebiet.
Erster Spatenstich (v.l.): Projektmanager Christian Schüller, Key-Account-Managerin Silke Klein-Hietpas, Bauleiter Bernd Herrmann von der Firma Deutsche Glasfaser aus Borken und der Breitbandkoordinator der Stadt Münster, Christian Tebel, im Gewerbegebiet Rudolf-Diesel-Straße beim Auftakt zum Ausbau des Glasfasernetzes in diesem Gebiet. Foto: rkr

„Im ersten Schritt werden in beiden Gebieten 20 Unternehmen von dem neuen Glasfasernetz profitieren“, so Silke Klein-Hietpas , Geschäftskundenberaterin beim Betreiber Deutsche Glasfaser. Aufgrund der hohen Nachfrage nach stabilen und sicheren Glasfaseranbindungen seitens der ansässigen Unternehmen rentiere sich der eigenwirtschaftliche Ausbau durch das Unternehmen, sagte die Beraterin.

Nach dem offiziellen ersten Spatenstich werden die Leerrohre für die Glasfaserleitungen verlegt. Parallel finden die Gebäudebegehungen statt, bei denen die Kunden gemeinsam mit Deutsche Glasfaser bestimmen, wo der Hauptübergabepunkt installiert werden soll.

Eine stabile und schnelle Internetverbindung ist Vor­aussetzung für ortsansässige kleine, mittelständische und große Unternehmen, um im digitalen Zeitalter wirtschaftlich den Anschluss halten zu können. „Der Bedarf nach großen Bandbreiten ist hoch und wächst weiter. Dem ist nur mit ungebremster Internetgeschwindigkeit beizukommen“, erklärte Christian Tebel , Breitbandkoordinator der Stadt Münster. Er hat das Ausbauprojekt in beiden Gebieten von Anfang an begleitet.

„Die Glasfaserinfrastruktur ist vergleichbar mit der Verkehrsinfrastruktur sowie mit der Grundversorgung mit Gas, Wasser und Strom. Wir sprechen somit von einem bedeutenden Wirtschaftsfaktor, den es zu stärken gilt“, erklärte der Stadtangestellte.

„Der Zutritt zum Glasfasernetz ist für die Unternehmen ab 250 Euro pro Monat möglich“, sagte Beraterin Silke Klein-Hietpas. Von den rund 50 Gewerbegebieten in und um Münster werden fünf eigenwirtschaftlich von privaten Anbietern mit Glasfasertechnik versorgt.

„Wir stehen noch am Anfang mit dem Ausbau des Glasfasernetzes, aber unser Ziel ist es, alle Gewerbegebiete in Münster zu versorgen“, verriet Breitbandkoordinator Christian Tebel. „Im internationalen Vergleich bei der Versorgung mit Glasfasertechnologie liegt Deutschland noch weit zurück“, sagte Projektmanager Christian Schüller. „Wir liegen noch unter sieben Prozent flächendeckender Versorgung. Das neue 5G-Netz ist zwar für den Mobilfunk okay, aber für Gewerbetreibende reicht es mittelfristig nicht aus.“

Die Bundesregierung hat zwei Förderprogramme („Weiße Flecken“ und „Gewerbegebiete“) aufgelegt, um die Internet-Infrastruktur zu verbessern. Münster erhält eine Förderung aus dem „Weiße Flecken-Programm“ und bewirbt sich aktuell auch für das Programm „Gewerbegebiete“.

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