Lockerungen unter Berücksichtigung von Hygiene und Abstandsregeln
Sportvereine auf dem Weg zurück

Münster-Nord -

Langsam tasten sich die Sportvereine zurück. Draußen werden die ersten Sportangebote starten können. Vorerst aber nur wenige.

Samstag, 09.05.2020, 06:07 Uhr aktualisiert: 09.05.2020, 06:30 Uhr
Teutonias Rasen im Coerder Waldstadion wird auch in der Corona-Krise gepflegt. Wann die Fußballer ihn wieder betreten werden, ist noch offen.
Teutonias Rasen im Coerder Waldstadion wird auch in der Corona-Krise gepflegt. Wann die Fußballer ihn wieder betreten werden, ist noch offen. Foto: Katrin Jünemann

Der Sprenger läuft und beregnet den gepflegten Rasenplatz des SV Teutonia Coerde. Obgleich sich erste Lockerungen für den Sport draußen anbahnen, wird dieser grüne Rasen im Waldstadion vorerst aber nicht den Fußballspielern des Coerder Sportvereins zur Verfügung stehen.

Richard Lütkefels, Vorsitzender des SV Teutonia, wird sich in der kommenden Woche mit den Abteilungen treffen und beraten, was geht. Sport draußen sei erlaubt, aber ohne Körperkontakt. Und Fußball ohne Kontakt? Lütkefels schüttelt den Kopf. „Und wenn Kinder hier Fußball spielen würden, müsste ich es ihnen verbieten“, sagt er. Der Trainingsbetrieb der Junioren und Senioren findet vorerst weiter nicht statt.

Fest steht bislang nur, dass beim SV Teutonia das Nordic Walking wieder starten soll: in zwei Gruppen. Draußen stattfinden könnten wohl auch Joggen, Gymnastik oder Yoga, so Lütkefels‘ Einschätzung. Aber sehr viele Fragen seien noch offen, unterstreicht er. Richard Lütkefels setzt nun auf den Austausch mit den Abteilungen in der kommenden Woche.

Auch der SC Sprakel setzt sich damit auseinander, wie der Sportbetrieb wieder anlaufen kann. Der Vorstand habe am Donnerstagabend besprochen, alle Abteilungen zu bitten, Konzepte zu entwickeln, erklärt der Vorsitzende Karsten Bröker. Für kommenden Dienstag ist dann ein Austausch des Gesamtvorstands vorgesehen, bei dem diese Konzepte besprochen werden sollen. Solange bleibe die Sportanlage geschlossen. Und auch die Sporthalle des SC Sprakel bleibt zu: Hallensport ist noch außen vor.

Der Vorstand des SC Westfalia Kinderhaus hat sich am Freitagvormittag beraten. Die erste Abteilung, die ander Großen Wiese wieder startet, ist die Tennisabteilung. „Die Abteilung hat vorgearbeitet und sich damit auseinandergesetzt, wie sich die Hygienevorschriften umsetzen lassen“, berichtet Westfalias Geschäftsführer Sven Schlüter . Handwaschmöglichkeiten und Desinfektionsmittel befänden sich unmittelbar am Platz. Die Tennisanlage sei nur für den Sport freigegeben, direkt nach dem Spiel müssten die Spieler die Anlage verlassen, um Platz für die nächsten zu machen. Schlüter: „Private Treffen anschließend gibt es aktuell bei uns nicht.“

Bis auf die Tennisanlage bleibt die Sportanlage des SC Westfalia gesperrt. Ein zen­traler Punkt bei der Aufnahme des Sportbetriebs: „Wir haben die Dokumentationspflicht eingeführt, damit wir schnell nachvollziehen können, wer mit wem Kontakt hatte“, erklärt Schlüter. Das gelte nicht nur fürs Tennis, sondern werde ein zentraler Punkt für alle Abteilungen, die demnächst den Sportbetrieb wieder aufnähmen. Die Dokumentationspflicht sei wichtig, „um uns und unsere Mitglieder zu schützen“, erläutert der Geschäftsführer weiter.

Er gehe davon aus, dass Gesundheits- und Gymnastikkurse bald draußen beginnen könnten. Ab nächster Woche solle geklärt werden, wie die Vorschriften umgesetzt werden können. Auch mit den Hallensportabteilungen werde Kontakt aufgenommen, damit sie sich vorbereiten könnten.

Wie es bei den Fußballern weitergehen wird, der größten Abteilung des Kinderhauser Sportvereins, ist noch offen. Westfalia habe 34 Mannschaften im Trainingsbetrieb, die normalerweise alle zwei bis drei Mal pro Woche trainierten. Doch dafür reicht der Platz nicht: „So viele kriegen wird nicht unter.“ Ob die Fußballer nun wegen der Distanzregeln neue Trainingskonzepte entwickelten oder ob sie noch abwarteten, wie sich die Lage weiter entwickele, stehe noch nicht fest.

Westfalias Sportbüro am Bernd-Feldhaus-Platz 1 ist nach wie vor unter  21 14 98 und per E-Mail erreichbar. Westfalia liege daran, dass persönliche Kontakte vermieden werden, so Sven Schlüter.

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/7401968?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F92%2F132%2F135%2F
Nachrichten-Ticker