Storchennachwuchs auf dem Hof von Familie Ahlswede
Drei Halbstarke werden flügge

Münster-Coerde -

Drei Jungstörche wachsen in diesem Jahr auf dem Hof von Familie Ahlswede heran

Samstag, 04.07.2020, 06:12 Uhr aktualisiert: 04.07.2020, 06:20 Uhr
Storchenfamilie bei Ahlswede
Storchenfamilie bei Ahlswede Foto: Lutz Ahlswede

In diesem Jahr ist das große Storchennest auf dem Dach des Bauernhauses von Familie Ahlswede ausgebucht: Drei „Halbstarke“ turnen herum, breiten die Flügel aus und setzen immer wieder zu Flugübungen an. Die Eltern landen dort auch, aber nur noch zum Füttern. Denn bei diesem bewegungsfreudigen Nachwuchs bleibt ihnen nicht viel Platz, obgleich es ein großzügiger Storchenhorst ist.

Vorausschauend haben Ahlswedes deshalb zu Weihnachten ein zweites Nest platziert – in Sichtweite, in 20 Metern Luftlinie auf dem Dach der Scheune gegenüber. Die Elternvögel nutzen dieses Nest nun quasi als Zweitwohnung für sich – und haben den Nachwuchs stets gut im Blick.

2017 ließ Dr. Lutz Ahlswede das große Nest in das Dach des Wohnhauses einbauen: Es ist im Dachstuhl verankert. Dann dauerte es bis zum vorigen Jahr, bis die Störche der Rieselfelder den komfortablen Nistplatz annahmen. Sie starteten im Jahr 2019 spät, im Mai, mit dem Brutgeschäft. Von den drei Jungvögeln wurden zwei groß, einer wurde tot aus dem Nest geworfen.

In diesem Jahr sind die Störche schon im März durchgestartet – und Ahlswedes freuen sich über die drei gesunden Jungstörche. Die Alttiere seien leicht auseinander zu halten: „Er ist ein bisschen gerupft – und sie ist eine Hübsche“, erklärt der Tierarzt schmunzelnd. „Wir hätten das schon eher machen sollen“, sagt Lutz Ahlswede rückblickend auf das Storchenprojekt.

Das Ehepaar hat ein großes Herz für Tiere. Zwei große Hunde gehören zur Familie, Pferde natürlich samt Fohlen, ein Puter und Hühner in vielen Farben und jeden Alters tummeln sich auf Pflaster und Rasen. Im Stall hat eine Henne mit ihren vier just geschlüpften Küken in einer Pferdebox für die erste Woche ein sicheres Zuhause bekommen. Eine vierköpfige Schar stattlicher Gänse, die lautstark Besucher melden, spaziert über den Hof. Aus einem Katzenkind, das in einem Graben gefunden wurde, ist eine anhängliche Samtpfote geworden – eine dreifarbige Glückskatze. Unter dem Dach des Wohnhauses, an dessen Mauern Rosensträucher blühen, ziehen Turmfalken ihre Jungen groß. Das klappt nicht immer problemlos: Anne Ahlswede erinnert sich noch gut daran, dass sie vor einigen Jahren ein Junges aus dem Kamin gerettet hatte: Es war hineingeplumpst. Die Geschichte ging noch einmal gut aus.

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