Die ersten Schritte auf dem Weg zum Stadtteilhaus für Coerde
Zuerst wird der Raumbedarf geklärt

Münster-Coerde -

Die Vorbereitungen für die Realisierung des neuen Stadtteilhauses für Coerde auf dem Hamannplatz beginnen.

Sonntag, 02.08.2020, 05:23 Uhr aktualisiert: 02.08.2020, 05:30 Uhr
Während der Bauphase des zukünftigen Stadtteilhauses wird die Stadtbücherei ausziehen müssen. Als Zwischenlösung sei die Unterbringung in einem Container denkbar, heißt es.
Während der Bauphase des zukünftigen Stadtteilhauses wird die Stadtbücherei ausziehen müssen. Als Zwischenlösung sei die Unterbringung in einem Container denkbar, heißt es. Foto: kaj

Am südöstlichen Rand des Hamannplatzes soll das neue multifunktionale Stadtteilhaus für Coerde entstehen mit einem inte­grierten Begegnungs-, Bildungs- und Gesundheitszentrum.

Die ersten Schritte zur Realisierung werden jetzt angegangen. Eine Vorlage, die ab August die parlamentarischen Gremien passiert, behandelt verschiedene Aspekte, die bei der Umsetzung berücksichtigt werden müssen. Es geht um den sogenannten Bedarfsbeschluss zum Raumprogramm und die nächsten Schritte auf dem Weg zur Realisierung dieses „Leuchtturmprojekts“.

Zum einen geht es um einen Auftrag an die Verwaltung, ein ausdifferenziertes und abgestimmtes Nutzungskonzept mit allen Nutzergruppen und zusammen mit der Westfälischen Bauindustrie (WBI) zu entwickeln.

Zudem soll der Rat die WBI beauftragen, in Absprache mit der Verwaltung einen Architektenwettbewerb einzuleiten. Sollte das Projekt Stadtteilhaus – wider Erwarten – nicht realisiert werden, wird die Verwaltung ermächtigt, der WBI die Kosten für den Architektenwettbewerb zu erstatten – sofern die WBI nicht Verursacherin des Projektstopps ist, lautet ein Passus der Vorlage.

Vorgesehen ist, dass das Stadtteilhaus angemietet wird. Finanzielle und personelle Ressourcen, die zum Betrieb des Stadtteilhauses notwendig sind, sollen bis zu den Etatberatung für das Jahr 2022 von der Verwaltung beziffert werden.

Das multifunktionale Stadtteilhaus soll der „Sicherung, Erweiterung und Fortentwicklung der Angebotsinfrastruktur in Coerde“ dienen: „Die Zugänglichkeit zu Maßnahmen und Angeboten in den Bereichen Begegnung, Bildung, Gesundheit, Soziales und Bürgerservice soll damit verbessert werden“, heißt es. Das Stadtteilhaus sei „Kernelement des integrierten Stadtteilentwicklungskonzepts“.

Zu den ersten nächsten Schritten, die vorgesehen sind, gehören die gemeinsame Planung von WBI und Stadt Münster sowie ein Workshop „mit allen Nutzergruppen des Stadtteilhauses zur weiteren Konkretisierung des Raumprogramms“. Zurzeit wird von einer Flächennutung von rund 2200 Quadratmetern ausgegangen. Das konkretisierte Raumprogramm soll dann Grundlage für den Architektenwettbewerb sein.

Während der Bauphase, zu der ein Teilabriss der Bestandsbebauung und ein stufenweiser Neubau des Stadtteilhauses gehören werden, sei eine Zwischenlösung für alle derzeitigen Bestandsmieter (Stadtbücherei, DRK-Jugendtreff und DRK-Migrationshilfe) erforderlich – und zwar möglichst barrierefrei. So sei etwa die Unterbringung der Stadtbücherei „in einem Container vorstellbar“.

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