Leuchtturmprojekt für Coerde
Stadtteilhaus auf dem Weg

Münster-Coerde -

Das Stadtteilhaus für Coerde ist ein Leuchtturmprojekt und Kernelement des Stadtteilentwicklungskonzepts. Dem Bedarfsbeschluss zum Raumprogramm des Stadtteilhauses am Hamannplatz stimmte die Bezirksvertretung Nord einstimmig zu.

Donnerstag, 20.08.2020, 05:57 Uhr
An dieser Ecke des Hamannplatzes soll das neue Coerder Stadtteilhaus entstehen.
An dieser Ecke des Hamannplatzes soll das neue Coerder Stadtteilhaus entstehen. Foto: kaj

Es war die letzte Sitzung der Bezirksvertretung (BV) Nord in ihrer aktuellen Konstellation. Nach der Kommunalwahl wird sich ein in Teilen neues Gremium zusammenfinden. Bezirksbürgermeister Manfred Igelbrink bedankte sich zu Beginn für die gute Zusammenarbeit: „Wir haben oft gemeinsam zur Sache für den Norden entschieden“, sagte er.

Der DRK-Jugendtreff baute einen riesigen Kicker auf dem Hamannplatz auf und jeder konnte als lebende Spielfigur darin mitspielen. Ute Pier(r.) warf den Ball ins Spiel und Rettungssanitäterin Christiane Axnich(l.) und Rettungsarzt Sebastian Neue(r.) standen bereit, um Verletzungen zu behandeln, aber niemand kam zu Schaden.

Der DRK-Jugendtreff baute einen riesigen Kicker auf dem Hamannplatz auf und jeder konnte als lebende Spielfigur darin mitspielen. Ute Pier(r.) warf den Ball ins Spiel und Rettungssanitäterin Christiane Axnich(l.) und Rettungsarzt Sebastian Neue(r.) standen bereit, um Verletzungen zu behandeln, aber niemand kam zu Schaden. Foto: rkr

Und gleich zu Beginn der Sitzung stand auch ein Leuchtturmprojekt auf der Tagesordnung, zu dem die Politik (Grüne, CDU und SPD auch auf Ratsebene) und die überparteilichen Arbeitskreise im Stadtteil viel beigetragen, im Vorfeld eingebracht und angeschoben haben: der Bedarfsbeschluss zum Raumprogramm des Stadtteilhauses am Hamannplatz in Coerde.

Werner Abbing (CDU) bezeichnete die Vorlage als wichtigste Vorlage der Sitzung: „Alles, was wir mitein­ander erarbeitet haben, hat die Chance, in die Praxis gebracht zu werden.“ „Weiter so“, forderte SPD-Fraktionsvorsitzende Marianne Hopmann die Verwaltung auf.

Mit dem Stadtteilhaus soll die Angebots-Infrastruktur gesichert, ausgebaut und fortentwickelt werden – in den Bereichen Begegnung, Bildung, Gesundheit, Soziales und Bürgerservice. Es ist Kernelement des Stadtteilentwicklungskonzepts für Coerde. Ein Teilbereich des Stadtteilhauses ist das Begegnungs-, Bildungs- und Gesundheitszentrum mit Räumen für ein Elterncafé sowie einen Stadtteiltreff. Eine Kinder- und Jugendarztpraxis soll dort integriert werden.

Im Stadtteilhaus, für das eine Gesamtfläche von 2220 Quadratmetern vorgesehen ist, sollen zudem das Bürgerbüro, die Stadtteilbücherei, die Volkshochschule, das DRK (Migrationshilfen und Jugendtreff), die Westfälische Schule für Musik, das Jobcenter, das Stadtteilmanagement (Stadtteilkümmerin des Planungsamts und Quartiersmanagerin von Münster Marketing) und auch „Coerde mittendrin“ untergebracht werden.

Die Verwaltung soll beauftragt werden, zusammen mit den Nutzergruppen und der städtischen Tochtergesellschaft Westfälische Bauindustrie (WBI) ein Angebots- und Nutzungskonzept zu entwickeln. So soll eine Struktur erarbeitet werden, auf deren Basis ein Architektenwettbewerb durchgeführt werden kann. Die WBI soll dann beauftragt werden, in Absprache mit der Verwaltung diesen Architektenwettbewerb einzuleiten.

Die Entscheidung über das Raumprogramm fällt am 26. August im Rat. Die Zustimmung in der BV Nord war einstimmig.

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/7542596?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F92%2F132%2F135%2F
Nachrichten-Ticker