Naturschutzprojekt in den Rieselfeldern
Tümpel für den Kiebitz

Münster-Coerde -

Die rund zwölf Hektar große Wiese an der Coermühle neben dem „Heidekrug“ möchte das Amt für Grünflächen, Umwelt und Nachhaltigkeit für Bodenbrüter wie den Kiebitz attraktiver machen. Fünf Blänken werden entstehen.

Dienstag, 10.11.2020, 22:12 Uhr
Dies wird keine Blänke: Es handelt sich
Dies wird keine Blänke: Es handelt sich Foto: kaj

Wasser auf die Wiese: Schon im frühmorgendlichen Nebel, der sich erst mittags lichtete, begannen am Dienstag in den Rieselfeldern die Vorbereitungen für eine neue Brutfläche für Bodenbrüter wie den Kiebitz. Die große rund zwölf Hektar große Wiese an der Coermühle neben dem „Heidekrug“ möchte das Amt für Grünflächen, Umwelt und Nachhaltigkeit für Bodenbrüter attraktiver machen.

Entstehen werden insgesamt fünf Blänken: Tümpel von bis zu 50 Zentimetern Tiefe mit flachen Böschungen und jahreszeitlich wechselndem Wasserstand. Das Projekt sei auf drei Jahre angelegt, erläuterte Dirk Dreier vom Amt für Grünflächen, Umwelt und Nachhaltigkeit. Dreier betreut die Bereiche Natur- und Artenschutz. Die größte Blänke von rund 4000 Quadratmetern entsteht schon jetzt, die anderen folgen in den nächsten Jahren. So habe man immer noch die Möglichkeit, nachzusteuern und zu optimieren, so Dreier. Zusammen werden die Blänken 1,5 Hektar Wasserfläche bieten können.

Damit sich Kiebitz und Co. in aller Ruhe auf der Fläche bewegen können, soll das Areal mit einem Schafszaun eingezäunt werden. Der Trampelpfad quer über die Fläche entfällt. Der Spazierweg werde an den Rand zur Coermühle verlegt, aber deutlich vom Reitweg getrennt, der dort entlang führt, so Dirk Dreier.

Die große rasierte Fläche, die als erste an die Coermühle gen Osten angrenzt und jetzt nur braune Erde zeigt, wird eine Blühfläche. Auf diese jetzt gefräste Fläche von etwa einem Hektar Größe werde eine fünf bis sieben Zentimeter starke Oberbodenschicht aufgetragen, die frei von Gras-Samen ist. Diese Fläche soll dann im Frühjahr mit Regio-Blühmischung eingesät werden.

Das Areal soll künftig als extensives Grünland genutzt werden.

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