Naturschutzprojekt in den Rieselfeldern
Blänken für den Kiebitz

Münster-Coerde -

Die rund zwölf Hektar große Wiese an der Coermühle neben dem „Heidekrug“ wird gerade für ein Naturschutzprojekt der Stadt Münster vorbereitet und erhält rundherum einen Schafzaun. Das Amt für Grünflächen, Umwelt und Nachhaltigkeit möchte sie für Bodenbrüter wie zum Beispiel den Kiebitz attraktiver machen.

Freitag, 26.02.2021, 05:42 Uhr aktualisiert: 26.02.2021, 05:50 Uhr
Mit einem Schafzaun wird derzeit das Areal neben dem Heidekrug eingezäunt, das künftig Kiebitz und Co als Brutfläche zur Verfügung stehen wird. Der erste von fünf Flachwassertümpeln ist im Hintergrund zu sehen.
Mit einem Schafzaun wird derzeit das Areal neben dem Heidekrug eingezäunt, das künftig Kiebitz und Co als Brutfläche zur Verfügung stehen wird. Der erste von fünf Flachwassertümpeln ist im Hintergrund zu sehen. Foto: Katrin Jünemann

Der Vorfrühling hält Einzug und verwöhnt Tier und Mensch beim Spaziergang in den Rieselfeldern mit warmen Sonnenstrahlen. Ein Storchenpaar ist in trauter Zweisamkeit auf dem Nest auf dem „Heidekrug“ zu beobachten. Es wurde just in dieser Woche von der Biologischen Station von altem Nistmaterial und von Sedimenten gereinigt und lädt das Storchenpaar nun zu neuem Nestbau und Aufpolsterung ein.

Sie schauen von dort oben auf die rund zwölf Hektar große Wiese an der Coermühle neben dem „Heidekrug“: Sie wird gerade für ein Naturschutzprojekt der Stadt Münster vorbereitet und erhält rundherum einen Schafzaun. Das Amt für Grünflächen, Umwelt und Nachhaltigkeit möchte sie für Bodenbrüter wie zum Beispiel den Kiebitz attraktiver machen. Der Kiebitz ist in diesem Bereich der Rieselfelder durchaus zu finden.

Entstehen sollen in diesem eingezäunten Bereich insgesamt fünf Blänken: Tümpel von bis zu 50 Zentimetern Tiefe mit flachen Böschungen und jahreszeitlich wechselndem Wasserstand. Die größte Blänke mit rund 4000 Quadratmetern Größe ist schon angelegt und wird von den gefiederten Bewohnern der Rieselfelder rege angenommen, wie jeden Tag zu sehen ist.

Das Projekt ist, wie berichtet, auf drei Jahre angelegt. Die anderen Tümpel folgen in den nächsten Jahren. Insgesamt werden die Blänken 1,5 Hektar Wasserfläche bieten können.

Damit sich Kiebitz und Co. in aller Ruhe auf der Fläche bewegen und brüten können, wird das Areal derzeit mit einem Schafzaun eingezäunt. Der Trampelpfad quer über die Fläche entfällt damit. Der Weg für die Spaziergänger und Erholungsuchenden wird laut Grünflächenamt an den Rand zur Coermühle verlegt, deutlich getrennt vom Reitweg, der dort ebenfalls entlang führt.

Zur Coermühle hin liegt eine große braune Fläche von etwa einem Hektar Größe: Auf ihrer fünf bis sieben Zentimeter starken Oberbodenschicht – weitgehend frei von Gras-Samen – wird im Frühjahr eine Regio-Blühmischung eingesät.

Diese Blühmischung enthält nach Auskunft des Grünflächenamts zum Beispiel Schafgarbe, Margerite, rote und weiße Lichtnelke, Kuckuckslichtnelke, wilde Möhre, Spitzwegerich, Klatschmohn, Kornblume und auch etliche Gräser wie etwa Fuchsschwanz und Glatthafer.

Die Spaziergänger in den Rieselfeldern erwartet also ab Mai, Juni ein ansprechendes Bild, das sich bis in den Herbst hinein immer wieder verändern wird.

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