Gemeinsamer Vorstoß im Rat
Antrag zur Sperrung der Coermühle

Münster-Coerde -

Bündnis 90 / Die Grünen, SPD und Volt stellen zur nächsten Sitzung des Rats am 17. März den Antrag, die Coermühle auf einem Teilstück zu sperren.

Mittwoch, 10.03.2021, 06:31 Uhr aktualisiert: 10.03.2021, 06:40 Uhr
Ein Teilstück der Coermühle zwischen
Ein Teilstück der Coermühle zwischen Foto: kaj

Bündnis 90  / Die Grünen, SPD und Volt stellen zur nächsten Sitzung des Rats am 17. März den Antrag, die Coermühle zwischen dem Abzweig Wöstebach und der Brücke über dem Abfluss des „Großen Stauteichs“ in der Nähe der Biologischer Station zu sperren. Eine Ausnahme soll nur für land- und forstwirtschaftlichen Verkehr sowie für den Radverkehr gelten. Zum Schutz der Tierwelt soll die Maßnahme noch vor der Hauptbrut- und Laichzeit von Vögeln und Amphibien im Mai 2021 abgeschlossen sein.

„Das Gebiet der ehemaligen Rieselfelder hat sich als Europareservat und Naturerlebnisgebiet mittlerweile zu einem einzigartigen biologischen Aushängeschild auf dem Stadtgebiet von Münster entwickelt. Die Rieselfelder stellen ein unbestritten herausragendes Schutzgebiet für die Tier- und Pflanzenwelt dar“, heißt es in der Begründung des Antrags. Gleichzeitig handele es sich um ein wichtiges Naherholungsgebiet, in dem Naturerlebnisse ermöglicht und gefördert werden.

Der Durchgangsverkehr auf Coermühle und Hessenweg stelle eine erhebliche Belastung für das Schutzgebiet dar, gefährde die Tierwelt, aber auch Besucher der Rieselfelder. Es sei „an der Zeit, dass sich die Stadt Münster dazu bekennt, dass dieser einzigartige Naturschatz vor dem motorisierten Durchgangsverkehr geschützt werden muss“, so die Ratsfraktionen weiter.

Das von der Verwaltung im Rahmen des „Runden Tisches Rieselfelder“ im Jahr 2020 eingeholte Verkehrsgutachten habe den Beleg erbracht, „dass die Sperrung der Coermühle möglich ist und zu keiner übermäßigen zusätzlichen Verkehrsbelastung auf anderen Straßen führen wird; dies gilt auch für die Königsberger Straße in Coerde“, heißt es weiter.

Die vollständige Sperrung der Coermühle sei der Ausweisung als „Anliegerstraße“ wegen der besseren Kontrollierbarkeit vorzuziehen. Durch die Sperrung ab dem Abzweig Wöstebach könnten alle Anlieger ihre Häuser erreichen, ohne auf einen gesperrten Abschnitt angewiesen zu sein.

Die Sperrung der Coermühle durch das Verkehrszeichen 250 sei als erster Schritt auf dem Weg zu einem umfassenden Verkehrskonzept für die Rieselfelder zu verstehen. Eine bauliche Sperrung der Durchfahrt, wie im August 2020 von der Fraktion Bündnis 90 / Die Grünen beantragt, müsse Teil eines Gesamtkonzepts sein, das auch den Hessenweg in den Blick nehme. Der bereits bestehende „Runde Tisch Rieselfelder“ „sollte für die Erarbeitung eines solchen Gesamtkonzeptes genutzt werden“, heißt es abschließend.

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