Coermühle heute Thema im Rat
Antrag auf Sperrung

Münster-Coerde -

Reaktionen zum Antrag auf Sperrung

Mittwoch, 17.03.2021, 06:13 Uhr aktualisiert: 17.03.2021, 06:20 Uhr
Coermühle
Coermühle Foto: kaj

Die Sperrung der Coermühle steht am heutigen Mittwoch auf der Tagesordnung der Sitzung des Rats. Grüne , SPD und Volt stellen, wie berichtet, den Antrag, die Coermühle auf dem Teilstück zwischen dem Abzweig Wöstebach bis zur Brücke in Höhe der Biologischen Station zu sperren.

Das geht ein Stück weiter als die von der Bezirksvertretung Nord angestrebte Ausweisung als Anliegerstraße, deren Zuständigkeit dafür aber noch juristisch geklärt wird.

Reaktionen auf diesen Antrag gibt es, wie berichtet, von Anwohnern der Coer­mühle. Und auch aus Gelmer. Landwirt Ulrich Bußmann zum Beispiel fragt nach dem Konzept hinter diesem Antrag: „Es stellen sich viele Fragen, deren Lösungen beim ,Runden Tisch Rieselfeld‘ diskutiert werden sollten, der Termin dafür ist eine Woche nach dem Ratsentscheid terminiert, die Antwort auf die Frage nach gelebter Bürgerbeteiligung erübrigt sich damit.“ Viele Gelmeraner seien direkt betroffen, da sich ihr Weg zum Arbeitsplatz vervielfache. „Gemeinsam erarbeitete Konzepte hätten viel Akzeptanz schaffen können“, meint Bußmann. Dabei seien Umwelt- und Naturschutzfragen genauso in die Waagschale zu werfen wie die Anliegen der Menschen vor Ort. Jetzt werde „die Mehrheit im Rat der Stadt genutzt, um die seit Jahren strittige Sperrung der Rieselfelder schnellstmöglich durchzusetzen“.

Die „Bürgerinitiative (BI) zum Schutz der Rieselfelder“ habe sich „immer transparent und offen bemüht, alle an nachhaltigem Naturschutz, Erholung und an mehr Verkehrssicherheit interessierte Bürger mitzunehmen. Jeder, der diese Ziele teilt, konnte an ihrer konkreten Ausformulierung mitarbeiten und seine besonderen Argumente einbringen“, heißt es in einer Pressemitteilung der BI. Als ganz wichtig werde die Kontrollierbarkeit und Wirksamkeit einer verkehrstechnischen Maßnahme angesehen. Der seit zehn Jahren zunehmende Verkehr sei für dieses Naturschutzgebiet nicht länger hinnehmbar. „Das ist für uns der Maßstab“, so die BI. Eine allgemeine verkehrstechnische Regelung könne es nicht allen Recht machen. Neue Maßstäbe mit Blick auf viele ökologisch relevante Bereiche müssten gesucht und gefunden werden.

Der Ratsantrag von Grünen, SPD und Volt beinhalte ausdrücklich auch, dass an einer grundsätzlichen Lösung des Verkehrsproblems in den Rieselfeldern weiter gearbeitet werde, so die BI. Von Bussen auf Abruf bis zu einer Anliegerstraße mit Schranken (etwa Chip-Lösung) blieben viele Änderungen und Gestaltungen (...) denkbar.

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