Gievenbeck
Mit Kamera und Roboter im Einsatz

Freitag, 14.12.2007, 19:12 Uhr

Münster-Gievenbeck. Christoph Teuber freut sich schon auf das Frühjahr 2008. Der Diplom-Ingenieur der LEG wird sich dann nicht mehr mit Straßenreparaturen oder umgeknickten Laternen im Auenviertel herumplagen müssen. Denn: Anfang des Jahres sollen alle öffentlichen Straßen und Kanäle an die Stadt übergeben werden. Bislang ist die LEG für die Beseitigung von Schäden verantwortlich. E-Mails mit Inhalten wie „Mast Nummer drei steht schief“ sind dann nicht mehr ein Problem der LEG, sondern eines der Stadt, die dann ausrücken muss, um die Mängel zu beseitigen.

Vor einigen Wochen fand eine Begehung mit Vertretern der Stadt statt – die Liste der Mängel wird seitdem abgearbeitet. „95 Prozent der Arbeiten sind bereits erledigt“, sagt Teuber. Im Klartext: Nur noch wenige Arbeiten sind durchzuführen, bevor die Stadt das Gebiet übernimmt.

In diesen Tagen sind es vor allem die Mitarbeiter der Firma Kanaljäger, die mit ihren Spezialfahrzeugen und -Werkzeugen in den Regenwasser- und Schmutzwasserkanälen im Südteil des Auenviertels unterwegs sind. Torsten Jäger und Dirk Stadel schauen auf den Computer und sehen, wie die Kamera durch den Kanal fährt und Ausschau nach Rissen hält. Falls Schäden zu sehen sind, kommt der Fräsroboter zum Einsatz. „Eigentlich wie beim Zahnarzt“, kann sich Dirk Stadel ein Lachen nicht verkneifen. Letztendlich werden Hohlräume mit einer Spezialbetonmischung wieder aufgefüllt, sodass kein Wasser ins Erdreich mehr fließt.

Die Kanalsanierer sind nicht zum ersten Mal im Auenviertel im Einsatz – auch im nördlichen Teil kam die Firma aus Rüdesheim, die europaweit Kanalschäden beseitigt, zum Einsatz.

Die Regenwasser- und Schmutzwasserkanäle sind vor rund fünf Jahren im südlichen Teil verlegt worden. Dass nach dieser kurzen Zeit bereits Risse aufgetreten sind, ist für den LEG-Ingenieur Teuber nicht überraschend. Vor allem durch die dann folgende Bautätigkeit sei es offensichtlich zu Schäden gekommen. Das Problem: Nur selten lasse sich der Verursacher feststellen, sodass die LEG auf eigene Kosten die Mängel beseitigen müsse.

Anfang des Jahres gibt es die nächste Begehung. Dann werden alle Straßen und Kanäle erneut untersucht, und „dann in einem einwandfreien Zustand an die Stadt übergeben“, kündigt Christoph Teuber an. Damit zieht sich die LEG aber noch nicht aus Gievenbeck zurück. Zum einen sind noch nicht alle Grundstücke verkauft, zum anderen müssen einige Privatstraßen erstellt werden.

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