Gievenbeck
Wer Enten füttert, trägt zur Verschlammung bei

Donnerstag, 22.07.2010, 17:07 Uhr

Münster-Gievenbeck - Im Appelbreipütt , einem kleinen Teich an der Appelbreistiege , wurde schwer gearbeitet. Ein Langarmbagger mit einem 19 Meter langen Ausleger hat 600 Kubikmeter Schlamm aus dem Gewässer herausgeholt. „Der Arbeitseinsatz wird für eine bessere Wasserqualität sorgen und die naturnahe Entwicklung des Gewässers unterstützen“, erläutert Heiner Bruns , Leiter des Amtes für Grünflächen und Umweltschutz, in einer Pressemitteilung.

Er erinnert daran, dass auch Spaziergänger und Ausflügler ihren Teil zum Sauberhalten des Teiches beitragen können. „Die Enten im Teich sollten auf keinen Fall gefüttert werden. Brotreste, die im Wasser schwimmen, verschlechtern die Wasserqualität und schaden auch den Tieren.“

Der Appelbreipütt wurde 1955 als Naturdenkmal unter Schutz gestellt. Zuletzt wurde der Appelbreipütt 1989 entschlammt. Im Laufe der folgenden Jahrzehnte haben sich dann aber wieder erhebliche Mengen an Faulschlamm gebildet, unter anderem durch Laub, das auf den Grund gesunken war, berichtet das Umweltamt in einer Pressemitteilung.

Für die aktuellen Arbeiten musste das Wasser aus dem Teich zunächst abgelassen werden. Die in dem kleinen Gewässer lebenden Fische wurden zuvor eingefangen. „Sie werden später wieder an Ort und Stelle ausgesetzt“, kündigt das Umweltamt an.

Die Kosten für die Entschlammung belaufen sich auf rund 18 000 Euro. Die Hälfte davon übernimmt das Land Nordrhein-Westfalen .

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