FC Gievenbeck macht dicht
Sportverein verstärkt nach vier Einbrüchen den Schutz gegen Diebe / Beratung durch die Kriminalpolizei

Münster-Gievenbeck -

Der 1. FC Gievenbeck verstärkt seine Verteidigung. Für Langfinger am Gievenbecker Weg 200 soll es kein Durchkommen mehr geben. „Wir gehen das jetzt intensiv an“, kündigt FCG-Vorsitzender Alois Lutz an, nachdem in der Nacht vom 27. auf den 28. Februar zum vierten Mal innerhalb eines Jahres ins Vereinsheim eingebrochen wurde.

Samstag, 03.03.2012, 13:03 Uhr

Aus Erfahrung klug geworden, hatte der FCG alle Wertgegenstände in einem Tresor verschlossen. Der blieb unversehrt, nachdem die Täter zwischen 23.45 und 7 Uhr durch den Duschraum bis zur Vereinsgaststätte vorgedrungen waren. Lediglich ein paar Süßigkeiten fielen ihnen in die Hände. Der aufgebrochene Tresenbereich gab auch nicht mehr her. Dafür richteten die Einbrecher erheblichen Sachschaden an, schildert Lutz : „Das reinste Chaos! Im Geschäftszimmer waren alle Ordner herausgerissen, und ganze Trikotsätze für die Jugendliche lagen auf dem Boden verstreut herum.“ Evelin Kösters hat solche Schilderungen schon häufiger gehört. „Das scheint eine Art Ehrenkodex bei Einbrechern zu sein, nach dem Motto: Wenn es schon keine richtige Beute gibt, verwüsten wir wenigstens den Raum“, sagt die Pressesprecherin der Polizei. Hinweise von Zeugen werden im Präsidium unter Telefon 27 50 entgegengenommen. Ungeklärt sind bislang auch die vorangegangenen Diebstähle. „Man kann von einer richtigen Einbruchserie sprechen“, klagt Lutz. Im Januar 2011 erbeuteten Einbrecher nach der Fußball-Kreismeisterschaft einen dreistelligen Geldbetrag, drei Laptops, zwei Handys und eine wertvolle Uhr in der Geschäftsstelle. Süßigkeiten und ein zerbrochenes Sparschwein waren die Beute am 27. November, drei beschädigte Türen, Fanartikel, Bargeld, Handys und ein Laptop die Bilanz am 29. Januar zwischen 1.15 und 9.05 Uhr. „Es gibt nichts mehr zu klauen, weil wir alles in den Safe packen“, sagt Alois Lutz und hofft, dass das Interesse potenzieller Einbrecher nachlässt. Dennoch solle der Schutz gegen solche verstärkt werden. Dafür habe sich der FCG bereits von der Kriminalpolizei beraten lassen. Unter anderem sollen bestimmte Bereiche von ­Kameras überwacht werden. „Außerdem werden wir Trainer und Betreuer darum bitten, Auffälligkeiten zu melden“, sagt der Vereinsvorsitzende. Bestohlen wurden in jüngster Zeit auch Besucher der Sporthalle an der Dieckmannstraße 129. Dort kam es nach Auskunft der Polizei im Januar und Februar drei Mal zu Diebstählen aus Taschen und Bekleidung.

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