Gievenbeck wächst um „sicherlich 1000 Einwohner“
CDU-Bürgersprechstunde dreht sich um das Briten-Gelände

Münster-Gievenbeck -

Aus der Bürgersprechstunde machten CDU-Fraktionschef Heinz-Dieter Sellenriek und Geschäftsführer Dr. Veit Christoph Baecker kurzerhand eine Info-Veranstaltung zum Thema Konversion. Denn der Zukunft des Geländes der Oxfordkaserne, die mitsamt 149 Wohneinheiten im Stadtteil Ende 2013 von den Briten verlassen sein wird, galt das Hauptinteresse.

Freitag, 02.03.2012, 11:03 Uhr

Gievenbeck wächst um „sicherlich 1000 Einwohner“ : CDU-Bürgersprechstunde dreht sich um das Briten-Gelände
Aus der Bürgersprechstunde machten CDU-Fraktionschef Heinz-Dieter Sellenriek (r.) und Geschäftsführer Dr. Veit Christoph Baecker (2.v.r.) kurzerhand eine Info-Veranstaltung zum Thema Konversion. Foto: tu

Die Christdemokraten möchten Anregungen aus der Bevölkerung bei den Planungen für das Gelände berücksichtigen. „Die Liegenschaften und Immobilien sollen auf gar keinen Fall als Paket an einen Großinvestor, sondern einzeln vermarktet werden“, forderte Sellenriek . Die CDU favorisiere „Wohnen und Arbeiten“ mit Blick auf emissionsarme Dienstleistungen oder Handwerk plus Wohnungen für das ehemalige Kasernengelände. Der Arnheimweg sollte in Richtung Bernings Kotten als neue Erschließungsstraße zum Auenviertel verlängert und bestehende Sportflächen langfristig in den „Grünen Finger“ eingebunden werden. Die Sportflächen am Borghorstweg/Rüschhausweg könnten bebaut werden, skizzierte Sellenriek. Die Wohnhäuser im Bereich Billerbeckweg (Häuser mit 77 Quadratmeter Wohnfläche) und Borghorstweg (jeweils 105 bis 164 Quadratmeter) sollen privat verkauft werden. Für den Arnheimweg schwebt der CDU aufgrund „hoher Nachfrage und der idealen Lage“ seniorengerechtes Wohnen vor, für dessen Realisierung man die Wohn- und Stadtbau ins Boot holen will. Mehrgeschossiger Mietwohnungsbau sei angesichts fortschreitenden Flächenverbrauchs für den Bereich Von-Esmarch-Straße / Muckermannweg vorgesehen. Für das frühere Offizierskasino gebe es bislang keine Nutzungsvorschläge. „Die Trennung des Stadtteils durch die Kaserne muss aufgehoben werden“, forderte ein Bürger. Noch völlig offen erscheint die künftige Nutzung des Kasernenareals – abgesehen von einer Anfrage der Universität und der Idee einer Autowerkstatt. Ein zeitnaher Ortstermin für die erste Besichtigung der Oxford-Kaserne liegt der CDU deshalb ebenso am Herzen wie ein zügiger Planungsprozess. So viel steht laut Sellenriek schon fest: Um „sicherlich 1000 Einwohner“ werde die Bevölkerungszahl Gievenbecks steigen, beantwortete er eine Bürgerfrage.

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