Fundament für Erweiterung
Kindertagesstätte Lichtblick schafft Platz für die Betreuung von Kindern unter drei Jahren

Münster-Gievenbeck -

„Es ist ein ganz großer Gewinn für uns“, sagt Kita-Leiterin Jutta Lüdenbach mit einem strahlenden Lächeln. Das derzeitige Durcheinander in der Kindertageseinrichtung „Lichtblick“ nimmt das 20-köpfige Fachpersonal gerne in Kauf: Neun der sehnlich erwarteten Plätze für unter dreijährige Kinder entstehen.

Freitag, 20.07.2012, 22:07 Uhr

Fundament für Erweiterung : Kindertagesstätte Lichtblick schafft Platz für die Betreuung von Kindern unter drei Jahren
Die Zeit eilt: An und in der Kita „Lichtblick“ laufen die Erweiterungsarbeiten für die Schaffung neuer Betreuungsplätze für unter dreijährige Kinder bereits auf Hochtouren. Foto: tu

Ein Großteil der Umbaumaßnahmen, so die Leiterin, soll während der Schließzeit in den Sommerferien erfolgen. Bis zum Jahresende, berichten die Erzieherinnen, will man die Erweiterung komplett abgeschlossen haben. Kein Wunder also, dass in der Einrichtung der evangelischen Jugendhilfe Münsterland auch bei den pädagogischen Mitarbeitern zurzeit die Anspannung hoch sein dürfte. „Vieles gilt es jetzt zu koordinieren, aber dafür bekommen wir endlich die Erweiterung, die wir dringend benötigen!“, sagt Lüdenbach . In diesem Moment entschwindet die Kita-Chefin; sie muss dem Planungsteam um Architekt Rembert Becker wichtige Fragen beantworten. Erste Außenarbeiten haben mit Aufbringen des Schotters für das Fundament unterdessen begonnen: Jeweils an den Schmalseiten des Gebäudes, in dem zurzeit 88 Kinder betreut werden, sollen die Anbauten für zwei Gruppenräume entstehen, erläutert die Leiterin das Ausbauvorhaben. Hinzu kommen ein Wickelbereich für die Kleinkinder sowie ein behindertengerechtes WC. Geplant ist die Verteilung der neun neuen Betreuungsplätze auf zwei Gruppen, wobei eine, die „Glühwürmchen“, künftig ausschließlich für die kleinsten Kinder im Alter von vier Monaten bis drei Jahren vorgesehen ist. Als weiteres Plus für die Einrichtung betrachtet das Personal die zeitgleich geplanten Differenzierungsräume. „Wir brauchen die Räume dringend“, so Lüdenbach. „Bislang konnten wir unsere Aufgaben als Familienzentrum mangels Platz nur unzureichend wahrnehmen!“ So böten in der Kita regelmäßig Logopäden, Ergotherapeuten, Psychologen und weitere Fachleute ihre Sprechstunden, etwa zur Beratung, sowie Aktivitäten für Kinder und Eltern an. Dazu zählt unter anderem eine sehr rege multikulturelle Müttergruppe, die in der Kita „ Lichtblick “ mitsamt ihres quirligen Nachwuchses den kulturellen Austausch pflegt. Wie dringlich der Ausbau der Plätze für unter Dreijährige ist, beweist ein Blick in die Warteliste. „Über 90 Namen stehen da schon drin“, sagt Erzieherin Carolin Salewski beim Durchblättern des dicken Aktenordners. Auch in der städtischen Kita Legdenweg des Familienzentrums Toppheide sind weitere U-3-Plätze in Planung. Mit insgesamt 15 neuen Betreuungsplätzen soll das Angebot in Gievenbeck laut Jugendamt im nächsten Jahr auf 214 und auf eine Deckungsquote von 33,4 Prozent steigen. Trotz der Ausbaumaßnahmen bleibt die angestrebte städtische Quote von 40 Prozent für unter Dreijährige im Stadtteil aber noch in weiter Ferne.

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