Pendeln zwischen Sporthalle und Büro
TSC Gievenbeck richtet Ausbildungsplatz ein

Münster-Gievenbeck -

Der Turn- und Sportclub (TSC) Gievenbeck führt junge Menschen nicht nur an den Sport heran, sondern gibt ihnen ab sofort auch eine berufliche Zukunft. Zum ersten Mal hat der Verein einen Ausbildungsplatz zum Sport-und Fitnesskaufmann geschaffen. Lisa Grube ist der erste Lehrling beim TSC, der diesen Beruf anstrebt.

Dienstag, 11.12.2012, 23:12 Uhr

Pendeln zwischen Sporthalle und Büro : TSC Gievenbeck richtet Ausbildungsplatz ein
Ein Sportverein als Ausbildungsplatz: Der TSC Gievenbeck hat Lisa Grube (2.v.l.) als Auszubildende zur Sport- und Fitnesskauffrau eingestellt. Verena Vollmers absolviert beim TSC ein Freiwilliges Soziales Jahr. Über die Unterstützung freuen sich (v.r.) der pädagogische Leiter Gerolf Kleinschmidt und Franz Schwarz vom geschäftsführenden Vorstand des Sportclubs. Foto: mfe

„Bei einem Verein unserer Größenordnung mit rund 2200 Mitgliedern ist die Geschäftsführung ehrenamtlich nicht mehr zu leisten“, erklärt Vorstandsmitglied Franz Schwarz. Bisher haben die hauptamtlichen Mitarbeiter Unterstützung von sogenannten FSJ-lern erhalten, die ein freiwilliges soziales Jahr beim TSC absolvierten. „Damit haben wir gute Erfahrungen gemacht“, erklärt der pädagogische Leiter des TSC, Gerolf Kleinschmidt . „Dann haben wir uns mit dem geschäftsführenden Vorstand überlegt, ob wir einen Ausbildungsplatz finanziell stemmen können.“ Lisa Grube hatte zunächst ein freiwilliges soziales Jahr absolviert. Sie bekam die Chance, den Beruf beim TSC zu lernen. „Wir sind kein großes Risiko eingegangen“, sagte Kleinschmidt mit einem Augenzwinkern. „Wir kannten Lisa Grube schließlich schon und wussten, was auf uns zukommt, wenn wir sie einstellen.“ Als neue FSJ-lerin ist Verena Vollmers beim TSC tätig. Lisa Grube hat den Schritt nicht bereut. „Nach dem FSJ stand für mich fest, dass ich in diesem Bereich arbeiten möchte“, sagt die 22-Jährige. Sie ist jetzt innerhalb ihrer Ausbildung weiter als Übungsleiterin für den Nachwuchs im Geräteturnen – einer Sportart, in der sie selbst aktiv war – zuständig und lernt außerdem die professionelle kaufmännische und organisatorische Arbeit im Verein kennen. Lisa Grube schätzt diese Abwechslung: „In meinen Beruf pendele ich zwischen Sporthalle und Büro.“ Die Auszubildende betreut außerdem sonntags das Sporteln für Familien und bildet sich im Bereich Vereinsmanagement weiter. Die Chancen auf dem späteren Arbeitsmarkt hält Lisa Grube für sehr gut: „In Wellnesshotels, Vereinen oder Fitnessstudios werden gut ausgebildete Fachkräfte gesucht.“ Außerdem könne sie sich als Personaltrainer selbstständig machen. Auch Kleinschmidt ist sicher, dass der Beruf Zukunft hat. Er hofft allerdings, dass Lisa Grube dem zurzeit ständig wachsenden Verein auch nach ihrer Ausbildung noch eine Weile erhalten bleibt.

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