Bezirksvertretung West: Wohn- und Stadtbau soll Gelände der Oxford-Kasernen erwerben
Jetzt sind die Planer an der Reihe

Münster-Gievenbeck -

Die Wohn- und Stadtbau soll die Grundstücke im Bereich der Oxford-Kaserne von der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (Bima) erwerben. Dem stimmte die Bezirksvertretung Münster-West in ihrer jüngsten Sitzung zu. Zugleich gab sie grünes Licht für das Gutachterverfahren. Die endgültigen Entscheidungen trifft der Rat am 2. April.

Montag, 17.03.2014, 22:03 Uhr

Ob das ehemalige Offizierskasino ebenfalls von der Stadt im Rahmen des Erstzugriffsrechts gekauft werden kann, steht noch nicht fest. Die Verwaltung soll diese Frage prüfen.
Ob das ehemalige Offizierskasino ebenfalls von der Stadt im Rahmen des Erstzugriffsrechts gekauft werden kann, steht noch nicht fest. Die Verwaltung soll diese Frage prüfen. Foto: eb

Mit dem Auftrag zum Ankauf verbindet die Stadt eine Empfehlung an die Wohn- und Stadtbau : Die städtische Wohnungsbaugesellschaft soll einen Teil der erworbenen Flächen an Wohnungsgenossenschaften, Bauherrengruppen und Bauunternehmen weiterveräußern, damit diese dort Wohnraum schaffen können.

Ob die Stadt auch das Offizierskasino jenseits der Roxeler Straße erwirbt, steht allerdings noch nicht fest: Die Verwaltung soll beauftragt werden zu prüfen, ob die Stadt auch diese Immobilie im Rahmen ihres Erstzugriffsrechts für eine Gemeinbedarfsnutzung erwerben kann. Falls nicht, käme aufgrund der separaten Lage im Außenbereich eine Direktvermarktung durch die Bima nur in Betracht, wenn ein Nutzungskonzept vorliege, das nicht nur nachvollziehbar und nachhaltig sei, sondern auch mit der Stadt Münster abgestimmt, so die Verwaltung in der Sitzungsvorlage.

Für das eigentliche Kasernengelände sollen fünf Büros Konzepte erarbeiten. Die Verwaltung schlägt hierfür die Büros Thomas Schüler (Düsseldorf), rha-Architekten (Aachen), 03 Architekten (München), Diébédo Francis Kéré (Berlin) und Ammann/Albers Stadtwerke (Zürich) vor. Das Verfahren soll mit einem Einführungskolloquium noch vor den Osterferien starten. Zwei Monate sollen die Planer Zeit haben, sodass die Konzepte noch vor den Sommerferien vorliegen.

Grundlage für die städtebaulichen Konzepte sind einerseits die Leitlinien, die beim Bürgerworkshop (die WN berichteten) erarbeitet worden waren: So sollen unter anderem Wohnraum für Jung und Alt und jeden Geldbeutel entstehen, aber auch Gewerbe sowie Sport-, Bildungs- Kultur- und Freizeitangebote. Die bauliche Identität und der Gebäudebestand sollen erhalten und weiterentwickelt , das „Oxford-Quartier“ insgesamt grün und nachhaltig, bunt und vielfältig werden. Es soll die bisher getrennten Stadtteilbereiche verbinden.

Darüber hinaus gibt die Stadt den Büros in der 17 Seiten umfassenden Auslobung fachliche Anforderungen. So sollen beispielsweise mindestens 800 Wohneinheiten nachgewiesen werden, davon 30 Prozent geförderte Mietwohnungen. Weitere 30 Prozent sollen förderfähig sein. Weitere Vorgaben betreffen die Infrastruktur, Freiraumflächen sowie den Verkehr und die Erschließung.

Die Konzepte der Büros sollen – nach einer Vorprüfung – zunächst von einem Preisgericht nicht-öffentlich bewertet werden. Anschließend sollen die Büros ihre Arbeit bei einer Bürgerinformationsveranstaltung öffentlich vorstellen und die Bürger Gelegenheit haben, Stellung zu den Konzepten zu beziehen. Das Preisgericht soll dann „unter Würdigung der Ergebnisse der öffentlichen Diskussion“ eine Konzept-Rangfolge empfehlen, erläutert das Stadtplanungsamt das Verfahren.

Dafür stehen 110 000 Euro zur Verfügung, die allerdings laut Verwaltung nicht die Stadt alleine aus Haushaltsmitteln tragen müsse. Die Bima und die Wohn- und Stadtbau hätten eine „angemessene Kostenbeteiligung“ angekündigt.

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