Baumwurzeln drangen in Steinfugen ein
Zaun ersetzt defekte Mauer

Münster-Gievenbeck -

Ein Teil der Mauer an der Oxford-Kaserne wurde abgerissen, weil Steine auf den Rad- und Gehweg zu fallen drohten. Baumwurzeln waren in das Fundament und das Mauerwerk eingedrungen.

Dienstag, 17.06.2014, 21:06 Uhr

Ein Loch klafft in der Mauer der Oxford-Kaserne. Durch Baumwurzeln wurde sie beschädigt, sodass einige der Verblendungssteine auf den Geh- und Radweg zu fallen drohten.
Ein Loch klafft in der Mauer der Oxford-Kaserne. Durch Baumwurzeln wurde sie beschädigt, sodass einige der Verblendungssteine auf den Geh- und Radweg zu fallen drohten. Foto: eb

Öffnet sich im Zuge der Umwandlung von militärischer zu ziviler Nutzung nun das Gelände der Oxford-Kaserne an der Roxeler Straße ? Zumindest ist die Mauer dort ein Stück weit geöffnet worden. Doch das hat einen konkreten Grund: Um Radfahrer und Fußgänger vor Schaden zu bewahren, wurde ein Abschnitt der Mauer, die das Gelände der Oxford-Kaserne umgibt, jetzt abgerissen. Wie Norbert Stahl , Abteilungsleiter bei der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben , erläuterte, waren einige Baumwurzeln in das Fundament und die Mauer eingedrungen. „Einige der Verblendungssteine in Bruchsteinoptik drohten herunterzufallen“, sagte Stahl.

Daher wurde der betroffene Bereich abgesperrt, sodass Fußgänger und Radfahrer in einem kleinen Bogen geführt werden, der auf der Rechtsabbiegerspur zum Kasernen-Haupteingang verläuft.

Durch die Abrissarbeiten wurde die Bauweise der Mauer sichtbar. Innen besteht sie aus grauen Ziegelsteinen. Die von außen viel wuchtiger wirkenden Verblendsteine sind überraschend flach.

Die Lücke solle vorerst lediglich mit einem Zaun verschlossen werden, kündigte Norbert Stahl an. „Die Mauer steht nicht unter Denkmalschutz. Die aus dem Soester Land stammenden Bruchsteine, die historisch bedeutsam sein könnten, werden aber eingelagert und könnten wieder verwendet werden.“ Die Mauer neu zu bauen, sei derzeit nicht sinnvoll: „Wenn sie an der Stelle später nicht zur Nachfolgenutzung der Kaserne passt, wäre das dumm.“ Schließlich sei noch nicht geklärt, ob an diesem Abschnitt auch in Zukunft eine Mauer stehen solle. Der Konversionsprozess, also die Entscheidungsfindung über die künftige Nutzung des Kasernen-Areals, werde von der Stadt Münster geleitet, wobei bekanntlich auch die Ideen und Wünsche der Bürger einfließen.

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