Fotos der Oxford-Kaserne
Vor und hinter dem Stacheldraht

Münster-Gievenbeck -

Ungewöhnliche Einblicke und Ansichten: Der Fotograf Thomas Cremer präsentiert Aufnahmen der Oxford-Kaserne vor und hinter dem Stacheldraht

Donnerstag, 23.04.2015, 00:04 Uhr

Der Fotograf Thomas Cremer stellt seine Bilder der Oxford-Kaserne ab Sonntag im Gievenbecker Fachwerk am Arnheimweg aus.
Der Fotograf Thomas Cremer stellt seine Bilder der Oxford-Kaserne ab Sonntag im Gievenbecker Fachwerk am Arnheimweg aus. Foto: kbö

Die Faszination liegt im Verborgenen. Die Oxford-Kaserne ist längst fester Bestandteil des Stadtteils – und doch steckt das Areal voller Geheimnisse und unbekannter Eindrücke. Was bislang hinter dicken Steinmauern und Stacheldraht unsichtbar blieb, wird plötzlich greifbar. Der Gievenbecker Fotograf Thomas Cremer hat sich des ehemaligen Militärgeländes angenommen und es in zahlreichen Bildern festgehalten. Nun präsentiert er 23 ausgewählte Aufnahmen im Großformat während einer Ausstellung im Fachwerk.

Der Titel der Ausstellung lautet „Inzwischen – dazwischen. Momentaufnahme der Oxford-Kaserne inmitten Gievenbecks“. Eine Aussage, die der 44-jährige Fotograf und Software-Entwickler bewusst wählte: „Die Bilder stellen eine Situation dar zwischen der militärischen Nutzung der Vergangenheit und der zivilen Stadtentwicklung der Zukunft.“

Das Areal befinde sich im Wandel. Mit dem Umbau einer Truppen- zu einer Flüchtlingsunterkunft habe die Zukunft begonnen. Die Fotos bezeichnet der Gievenbecker durchaus als zeitgeschichtliche Dokumente: „Die Kaserne wird ihr Gesicht verändern.“ Dieser Prozess habe mit der Öffnung des Sicherheitszauns in Höhe der Bushaltestelle bereits begonnen.

Vor einem Jahr kam Cremer die Idee dieses Foto-Projekts. „Welche Spuren hat die Vergangenheit hinterlassen, welche Spuren schreibt die Gegenwart?“ Dies seien die Fragen gewesen, die ihn beschäftigt hätten. „Das wollte ich dokumentieren.“ Um dies realisieren zu können, musste der Gievenbecker natürlich auch auf das Kasernen-Gelände. Eine Genehmigung erteilte ihm nach mehrmaliger Bitte und Erläuterung des Foto-Projekts die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben als Besitzerin des Areals.

An zwei Terminen erkundete er das Gelände, machte Hunderte von Aufnahmen. Rund 70 wählte Cremer aus, um sie in einem Foto-Buch zu sammeln. Aus eben dieser Auswahl fanden schließlich 23 Bilder den Weg in die Ausstellung. Die Motive sind vielfältig: Mal sieht der Betrachter die Totale des Eingangsbereichs samt Casino im Hintergrund, mal zeigt eine Nah-Aufnahme den „Union Jack“ – die britische Nationalflagge – an einem Gitterzaun. Auch Fotos vom Außenbereich sind in der Ausstellung zu sehen. Sie sollen dokumentieren, wie dicht Gievenbeck und die Kaserne tatsächlich beieinander liegen.

Eröffnet wird die Ausstellung am Sonntag (26. April) um 16 Uhr im Fachwerk am Arnheimweg 40-42 durch Bezirksbürgermeister Stephan Brinktrine. Für den musikalischen Rahmen sorgt das Jazz-Duo „ Juan Carlos  & Eva“. Zu sehen sind die Aufnahmen bis zum 17. Juli zu den Öffnungszeiten des Fachwerks.

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