Umbau in Oxford-Kaserne
Neue Kita öffnet in vier Wochen

Münster-Gievenbeck -

Seit Anfang des Jahres werden zwei Gebäudekomplexe der Oxford-Kaserne zu einer Kita umgebaut. Die Arbeiten neigen sich em Ende entgegen.

Dienstag, 14.07.2015, 00:07 Uhr

Die letzten Arbeiten für die neue Kita in der Oxford-Kaserne laufen, auch ein Spielplatz entsteht. Die Jungen und Mädchen sind künftig in der ehemaligen Schule (linkes Gebäude) und dem früheren Lazarett (rechts) untergebracht.
Die letzten Arbeiten für die neue Kita in der Oxford-Kaserne laufen, auch ein Spielplatz entsteht. Die Jungen und Mädchen sind künftig in der ehemaligen Schule (linkes Gebäude) und dem früheren Lazarett (rechts) untergebracht. Foto: kbö

Noch hängen zahlreiche Kabel von den Decken, einige Heizkörper liegen neu lackiert auf den Gängen und sind montagebereit, es riecht nach frischer Farbe. Kaum zu glauben, dass in rund vier Wochen alles fertig sein soll. Zumindest schreibt der Zeitplan vor, dass die neue Kita in der Oxford-Kaserne am 17. August ihren Betrieb aufnehmen wird. Pünktlich zum neuen Kindergartenjahr.

„Zunächst beginnen wir mit 40 Kindern“, wie Anne Westdendorf, Bereichsleiterin für den Bereich Kinder, Jugendliche und Familien beim Deutschen Roten Kreuz (DRK), sagt. Das DRK ist Träger der neuen Einrichtung an der Roxeler Straße. Die Kita bietet nach Fertigstellung Platz für sechs Gruppen und insgesamt 105 Kinder ab dem ersten Geburtstag bis zum schulpflichtigen Alter. Beim DRK ist man zuversichtlich, dass alle Plätze bis Ende des Jahres belegt sein werden.

Ein Rundgang mit Architekt Helmut Weber-Jasinski („a.l.s.o. Architekten“) und Hilke Eglof, als Projektleiterin im städtischen Amt für Immobilienmanagement verantwortlich für den Umbau der ehemaligen Schule sowie des ehemaligen Lazaretts zur Kita: „Die Arbeiten laufen seit Anfang des Jahres“, sagen die beiden Planer. Die Bausubstanz insbesondere des aus den 30er-Jahren stammenden ehemaligen Lazaretts bezeichnet Weber-Jasinski als ausgesprochen gut: „Hier hat man seinerzeit richtig Geld investiert.“

Dennoch sei im früheren „Block 8“ jede Menge zu tun gewesen. „Die Technik musste auf den aktuellen Stand gebracht werden“, meint auch Hilke Eglof. Aufwendig war unter anderem die Erneuerung der gesamten Versorgungsleitungen. So bedurfte es beispielsweise einer eigenständigen Wasserversorgung. Die beiden Gebäude waren bislang in den Wasserkreislauf des gesamten Kasernen-Geländes eingebunden. Um die Legionellen-Gefahr auszuschließen, sei die neue Kita an eine separate Wasserversorgung angeschlossen worden. Auch das gesamte Heizungssystem sei erneuert worden, so Helmut Weber-Jasinski.

Im alten Lazarett ließ die Stadt ausschließlich das Erdgeschoss umbauen, wie Hilke Eglof aufklärt: „Der Keller sowie das Obergeschoss werden nicht genutzt.“ Der Eingang zur Kita befindet sich gegenüber der vor wenigen Wochen in Betrieb gegangenen städtischen Erstaufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge. Von dort erreicht man die verschiedenen Räumlichkeiten sowohl im ehemaligen Lazarett als auch in der früheren Schule, die aus den 70er-Jahren stammt.

„In der alten Schule wurden zwar auch Kinder betreut, aber es waren dennoch umfangreiche Arbeiten nötig“, so Helmut Weber-Jasinski. Dort habe man nicht nach dem Prinzip „Kinder raus, neue Kinder rein“ verfahren können. Die Anforderungen an eine Kita seien doch sehr umfangreich. Anders als im „Block 8“ sei in der früheren Schule auch das erste Obergeschoss ausgebaut worden.

Rund 940 000 Euro kostet der Umbau der beiden Immobilien, die die Stadt Münster an das DRK als Kita-Trägerin vermietet. Besitzerin der Gebäude ist und bleibt aber die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (Bima). Die hat mit der Stadt Münster einen Mietvertrag bis zu einer Dauer von acht Jahren vereinbart.

Nachdem der Betrieb wie geplant Mitte August gestartet sein wird, ist es laut Anna Westendorf vom DRK vorgesehen, eine eigene Gruppe für Flüchtlingskinder aus der benachbarten Unterkunft zu eröffnen: „In dieser Gruppe werden dann 20 Kinder betreut.“

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