Ökumenisches Gemeindefest
Im Zeichen der Flüchtlingshilfe

Münster-Gievenbeck -

Platz und Zeit für Begegnungen: Zahlreiche Besucher zählten die Organisatoren des ökumenischen Gemeindefestes, dass mit zahlreichen Aktionen zum „kleinen“ Rüschhausweg lockte.

Montag, 28.09.2015, 00:09 Uhr

Jung und Alt freuten sich über die guten Besuch des Gemeindefests: Anna-Maarie Ruotanen, Pfarrerin der evangelischen finnischen Gemeinde (l.), Pfarrer Stephan-Martin Stötzel von der Lukas-Gemeinde (2.v.l.), Pfarrer Dr. Hans-Werner Dierkes von Liebfrauen-Überwasser (4.v.l.) mit etlichen Ehrenamtlichen.
Jung und Alt freuten sich über die guten Besuch des Gemeindefests: Anna-Maarie Ruotanen, Pfarrerin der evangelischen finnischen Gemeinde (l.), Pfarrer Stephan-Martin Stötzel von der Lukas-Gemeinde (2.v.l.), Pfarrer Dr. Hans-Werner Dierkes von Liebfrauen-Überwasser (4.v.l.) mit etlichen Ehrenamtlichen. Foto: tu

Petrus meinte es gut mit den Festbesuchern: Pünktlich zum Auftakt des ökumenischen Reigens lachte die Sonne, und in Scharen zog es Jung und Alt auf den mit etlichen Attraktionen bestückten Rüschhausweg . „Wir sind eine gewachsene Gemeinschaft, ein eingespieltes Team“, freute sich Pfarrer Stephan-Martin Stötzel von der evangelischen Lukasgemeinde.

Mit seinem katholischen Amtskollegen Dr. Hans-Werner Dierkes von Liebfrauen-Überwasser und Pfarrerin Anna-Maarie Ruotanen von der finnischen evangelischen Gemeinde gestaltete er den vorausgehenden Gottesdienst in St. Michael .

Den Menschen die Augen öffnen für die Not der Welt: Dieses brandaktuelle Anliegen stand nicht nur im Mittelpunkt von Ruotanens Predigt, sondern bildete zudem einen Schwerpunkt auf der Festmeile. Denn ein Novum war neben der erstmaligen Mitwirkung der finnischen Gemeinde der Informationsstand der Flüchtlingshilfe Gievenbeck, deren Aktive Visitenkarten mit Adressen, Telefonnummern und Kontodaten für Spenden verteilten.

„Engagieren Sie sich in der Sprachschule, in der Fahrradwerkstatt oder werden Sie Flüchtlingspate“, stand darauf zu lesen. „Damit die Gievenbecker wissen, wo und wie sie sofort helfen können“, skizzierte Maria Albrecht, Mitglied des Moderatoren-Teams, das Ziel der ökumenischen Initiative.

Die Vorbereitung des alle zwei Jahre stattfindenden Begegnungsfests hielt mehr als 50 Ehrenamtliche seit Wochen auf Trab, so Festausschussmitglied Alfons Rensing . Kirchliche Gruppen boten Information, Aktionen und Unterhaltung an, sorgten für reichhaltige Bewirtung. Das Spektrum reichte vom Bücherflohmarkt der katholischen Pfarrbücherei über den Eine-Welt-Kreis Thushaneng bis zum Kasperletheater der Kindertageseinrichtung Michael II.

Dicht umlagert waren das Menschenkicker-Turnierfeld der Messdiener, das Glücksrad der Siedlergemeinschaft oder die Hüpfburg des Lukas-Fördervereins. Die Landfrauen backten Reibeplätzchen, der Schützenverein sorgte für den Getränkeausschank. Presbyter und katholischer Kirchenvorstand bedienten den Grill, die finnische Gemeinde bot schmackhafte Gebäckspezialitäten feil.

Der Erlös des Gemeindefests kommt der Erweiterung einer Schule im Bistum Yendi der ghanaischen Partnergemeinde von Liebfrauen-Überwasser und der Gievenbecker Flüchtlingshilfe zugute. „Dieses Fest fördert die Gemeinschaft, man lernt sich kennen“, freute sich Rensing über den guten Zuspruch. Der Lukas-Posaunenchor bot ein Ständchen, und in der Michael-Kirche lockte die Aufführung des Kindermusicals „Bartimäus – ein wunderbarer Augenblick“ unter Leitung von Andreas Wickel. Damit schloss sich der ökumenische Kreis: Um den blinden Bartimäus, der von Jesus geheilt wird, ging es auch im einleitenden Gottesdienst.

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