Oxford-Kaserne: Neuer Flächennutzungsplan
Nächster Schritt zum neuen Quartier

Münster-Gievenbeck -

Ein Quartier mit multifunktionalem Charakter soll auf dem Geländer der Oxford-Kaserne entstehen. Das ist das Ziel der Stadt Münster. Doch um das Vorhaben in die Tat umsetzen zu können, muss der noch gültige Bebauungsplan geändert werden. Ein entsprechender Vorschlag aus dem Planungsamt passiert nun die politischen Gremien.

Montag, 22.02.2016, 00:02 Uhr

Die Oxford-Kaserne soll umgebaut und zu einem neuen „multifunktionalen Stadtquartier“ umgestaltet werden. Dafür bedarf es aber der Änderung des noch gültigen Flächennutzungsplans.
Die Oxford-Kaserne soll umgebaut und zu einem neuen „multifunktionalen Stadtquartier“ umgestaltet werden. Dafür bedarf es aber der Änderung des noch gültigen Flächennutzungsplans. Foto: kbö

Es ist ein weiterer großer Schritt hin zur Umgestaltung des ehemals militärisch genutzten Areals: Für den Bereich der Oxford-Kaserne will die Stadt Münster den Flächennutzungsplan ändern und so die planungsrechtlichen Grundlagen schaffen, um dort ein neues Quartier für ein möglichst breites Nutzerspektrum zu bauen.

Planungsdezernent Siegfried Thielen hatte jüngst bei einer Informationsveranstaltung zur Flüchtlingsthematik im Stein-Gymnasium vorgetragen, dass im Jahr 2018 die Bagger anrollen sollen, um die ersten Hochbauarbeiten anzugehen. Stimmen die politischen Gremien zu, so dürfte das Planungsamt den selbst gesteckten Zeitrahmen einhalten.

Derzeit ist das 26 Hektar große Areal an der Roxeler Straße zwischen der Dieckmannstraße und der Gievenbecker Reihe gemäß seiner früheren Nutzung als Gelände mit der „Zweckbestimmung militärische Einrichtung“ im Flächennutzungsplan aufgeführt. Zudem lässt der Plan Gewerbegebiete sowie „Grünflächen mit den Zweckbestimmungen Parkanlage und Spielbereich“ zu. Der Flächennutzungsplan soll nun dahingehend geädert werden, dass die Stadt das sich selbst gesetzte Ziel erreichen kann: die Schaffung eines neuen Stadtquartiers und dessen Integration in den Stadtteil.

Die britischen Streitkräfte verließen Ende 2013 die Oxford-Kaserne. Es stellte sich damals die Frage nach der künftigen Nutzung. „Da das Kasernenareal innerhalb Gievenbecks liegt, ist eine zivile Nachnutzung von besonderer städtebaulicher Bedeutung für den Stadtteil“, heißt es in dem Verwaltungsvorschlag zur Änderung des Flächennutzungsplans.

Die Flächen befinden sich derzeit im Eigentum des Bundes und werden von der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (Bima) betreut. Vor dem Abzug der britischen Streitkräfte einigte sich die Stadt Münster mit der Bima, bei der Entwicklung der sogenannten „Konversionsflächen“ (sprich der ehemalig militärisch genutzten Flächen) zu kooperieren.

Mit Blick auf den absehbaren Abzug der Briten aus Gievenbeck entschied der Rat im Juni 2012, ein städtebauliches Entwicklungskonzept erstellen zu lassen. Mit im Boot: die Bürger. Sie sollten in einem „dialogorientierten Planungsprozess“ mitarbeiten.

Eine Einladung, die zahlreiche Interessierte während der Workshops gerne wahrnahmen. Anhand der gewonnenen Erkenntnisse – gewünscht war ein multifunktionales Stadtquartier für alle Nutzergruppen – gab es einen städtebaulichen Wettbewerb, den das Büro „Kéré“ für sich entschied. Auf Grundlage des überarbeiteten Entwurfs, der im April der Öffentlichkeit vorgestellt wird, soll das neue Quartier entstehen.

Mit der Änderung des Flächennutzungsplans beschäftigt sich zunächst die Bezirksvertretung Münster-West in ihrer Sitzung am Donnerstag (Beginn: 17 Uhr, Fachwerk am Arnheimweg in Gievenbeck). Der Rat entscheidet am 3. März.

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