Ehemalige Briten-Häuser am Arnheimweg
Fernwärme für Neubau-Komplexe

Münster-Gievenbeck -

Die ehemaligen Briten-Wohnungen am Arnheimweg sind wieder unbewohnt. Die Flüchtlinge, die dort vorübergehend lebten, sind ausgezogen. Nun haben die vorbereitenden Arbeiten für die Neubebauung begonnen.

Dienstag, 05.04.2016, 00:04 Uhr

Es tut sich was am Arnheimweg in Gievenbeck: Die Stadtwerke lassen dort Fernwärmeleitungen verlegen und erneuern Stromleitungen. Die Arbeiten sollen noch knapp zwei Wochen andauern. Dann werden die ehemaligen Briten-Häuser abgerissen.
Es tut sich was am Arnheimweg in Gievenbeck: Die Stadtwerke lassen dort Fernwärmeleitungen verlegen und erneuern Stromleitungen. Die Arbeiten sollen noch knapp zwei Wochen andauern. Dann werden die ehemaligen Briten-Häuser abgerissen. Foto: kbö

Wie berichtet plant die Wohn- und Stadtbau anstelle der bisherigen acht Reihenhäuser 60 neue Wohnungen in fünf barrierefreien Komplexen. Für den Anschluss der Fernwärme sowie die Erneuerung der Stromversorgung sorgen derzeit die Stadtwerke.

Bereits im vergangenen Jahr erweiterten die Stadtwerke am Arnheimweg ihr Fernwärmenetz, wie Unternehmenssprecher Florian Adler bestätigte. Mit den damaligen Arbeiten sorgten die Stadtwerke dafür, dass der große Neubaukomplex gegenüber dem Discounter Lidl mit Fernwärme versorgt werden kann.

Die Fernwärme kommt aus dem Kraftwerk am Hafen und legt auf ihrem Weg zum Arnheimweg eine Strecke von rund acht Kilometern zurück. Dabei ist der Wärmeverlust bis nach Gievenbeck kaum zu messen und liegt nach Angaben Adlers bei maximal einem Grad: „Je nach Witterung verlässt die Fernwärme das Kraftwerk mit Temperaturen von 85 bis 130 Grad.“ Die Fernwärmestation an der Dieckmannstraße sei zwar deutlich näher gelegen als das Kraftwerk am Hafen. Adler: „Dabei handelt es sich aber um eine Unterstation, die ausschließlich für die Versorgung des Auenviertels zuständig ist.“

Seit Oktober 2014 brachte die Stadt Münster in den ehemaligen Briten-Häusern Flüchtlinge unter. Die Immobilien stellte die Wohn- und Stadtbau der Stadt Münster zur Verfügung. Das städtische Wohnungsunternehmen hatte die Häuser von der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (Bima) gekauft.

Zunächst nutzte die Stadt die Wohnungen als reguläre Flüchtlingsunterkünfte. Als die Zahl Hilfesuchender im vergangenen Jahr allerdings die Aufnahmekapazitäten sprengten, widmete das Sozialamt die Häuser um. Sie dienten bis zuletzt als eine Art Dependance zur Erstaufnahme-Einrichtung in der Oxford-Kaserne.

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