Umgestaltung der Oxford-Kaserne
Baubeginn soll 2018 erfolgen

Münster-Gievenbeck -

Das Interesse an der Umgestaltung der Oxford-Kaserne ist ungebrochen groß: Zahlreiche Gäste folgten einer Einladung zur Informationsveranstaltung des städtischen Planungsamts in die Aula des Stein-Gymnasiums. Die Kernaussage: Die Stadt hat weiterhin das Jahr 2018 im Blick. Dann sollen an der Roxeler Straße die Bagger anrollen.

Freitag, 08.04.2016, 00:04 Uhr

 Anhand verschiedener Illustrationen konnten sich die Gäste ein Bild von der denkbaren Umgestaltung machen.
Anhand verschiedener Illustrationen konnten sich die Gäste ein Bild von der denkbaren Umgestaltung machen. Foto: Planungsteam Oxford-Kaserne

Von einem „historischen Tag für den Stadtteil Gievenbeck – ja für die ganze Stadt Münster“ sprach Oberbürgermeister Markus Lewe . Im Stein-Gymnasium hatte das städtische Planungsamt zu einer Bürger-Information eingeladen, bei der es um die künftige Nutzung des Areals der ehemaligen Oxford-Kaserne ging. Das Interesse der Öffentlichkeit an der Entwicklung der Fläche ist enorm. Davon zeugten weit über 200 Zuhörer in der Aula des Gymnasiums.

Die Kernaussage des Abends: Der gesteckte Zeitrahmen – Baubeginn im Jahr 2018 – bleibt nach bisherigem Stand der Dinge bestehen. Auch die derzeitige zwischenzeitliche Nutzung verschiedener ehemaliger Mannschafts-Quartiere der britischen Streitkräfte als Notunterkünfte für Flüchtlinge rüttele nicht an den zeitlichen Vorgaben.

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Bei der Bürger-Information sprach Oberbürgermeister Markus Lewe von einem „historischen Tag“. Foto: kbö

Nach intensiver Bürgerbeteiligung setzte sich bei einem städtebaulichen Wettbewerb im Jahr 2014 die „Arbeitsgemeinschaft OXF“ (ein Zusammenschluss verschiedener Planer und Architekten) mit ihrem Bebauungsvorschlag durch. Der Rat beauftragte dann die Wettbewerbssieger, ihre Planungen zu überarbeiten. Die konkretisierten Vorschläge stellte nun Prof. Joachim Schultz-Granberg der Öffentlichkeit vor.

Dem stadtweit steigenden Bedarf an neuem Wohnraum tragen auch die Stadtplaner um das Büro „Kéré Architecture“ (Berlin) in ihrem neuen Entwurf Rechnung. Waren in der ersten Planungs-Version noch 800 neue Wohnungen vorgesehen, so könnten laut Schultz-Granberg künftig rund 1100 neue Wohneinheiten im Stadtteilquartier an der Roxeler Straße entstehen. Erreicht wurde diese Steigerung auf der einen Seite durch eine geringfügig dichtere Bebauung und andererseits durch eine verträgliche Erhöhung der Geschosszahlen.

Bürger erkunden Oxford-Kaserne

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Die ehemaligen Truppenunterkünfte eignen sich nach deren Umbau laut Schultz-Granberg für verschiedene Wohnformen – von der Single-Wohnung bis hin zur Nutzung durch mehrköpfige Familien. Auch die früheren Fahrzeughallen und Garagen – vom Planer als „experimentelle Hüllen“ bezeichnet – könnten als künftiger Wohnraum dienen: „Dort ist auch Wohnen und Arbeiten in Kombination denkbar.“ Eine Alternative wäre auch die Nutzung einer der „experimentellen Hüllen“ als Kita.

Eine der Planungs-Bausteine war auch die Regenwasser-Bewirtschaftung. Durch eine möglichst geringe Versiegelung möchten die Planer eine höhere Versickerung erreichen. Schultz-Granberg: „Jeder versickerte Regentropfen ist ein guter Regentropfen.“

Die Fragen an die Stadtplaner sowie die Vertreter der jeweiligen Fachämter und Dezernate hielten sich in Grenzen. Welche konkreten Verbesserungen der ohnehin schon bedenklichen Verkehrssituation nach der Schaffung von Wohnraum für rund 3000 Neubürger im näheren Umfeld geplant seien, wollte eine Zuhörerin wissen. Sie sprach die prekäre Situation am Coesfelder Kreuz an. „Unsere Planungen hören natürlich nicht an der Kasernenmauer auf,“ entgegnete Planungsdezernent Siegfried Thielen. Bezüglich des Coesfelder Kreuzes sei die Stadt bemüht, Lösungen zu finden. Und Stadtdirektor Hartwig Schultheiß ergänzte: „Das Verkehrsbauwerk Coesfelder Kreuz ist groß genug, die Belastungen zu verkraften, es ist eine Frage der Steuerung.“

Weniger konkret fiel die Antwort der städtischen Vertreter auf die Frage aus, wann denn mit dem Ende der Verhandlungen und den Gesprächen mit der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (Bima) als Besitzerin des Areals zu rechnen sei. Hier sind laut Stadtdirektor Schultheiß verschiedene Faktoren zu berücksichtigen, „wie beispielsweise die Belastung des Bodens“. Die Verhandlungsparteien befänden sich aber auf einem guten Weg.

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