Leerstehende Immobilie der Oxford-Kaserne
UKM interessiert am Offiziers-Casino

Münster-Gievenbeck -

Das frühere Offiziers-Casino der ehemaligen Oxford-Kaserne könnte künftig als Seminar- und Gästehaus unter der Regie des Uni-Klinikums genutzt werden. Diesbezügliche Überlegungen bestätigte das UKM. Konkrete Planungen gibt es indes noch nicht.

Dienstag, 12.04.2016, 16:04 Uhr

Das ehemalige Offiziers-Casino an der Roxeler Straße ist eventuell für das Uni-Klinikum Münster von Interesse. Dort könnte ein Seminar- und Gästehaus entstehen. Momentan leben dort sogenannte Hsauswächter.
Das ehemalige Offiziers-Casino an der Roxeler Straße ist eventuell für das Uni-Klinikum Münster von Interesse. Dort könnte ein Seminar- und Gästehaus entstehen. Momentan leben dort sogenannte Hsauswächter. Foto: kbö

Verborgen hinter Mauern, Büschen und Bäumen ist es fast ein wenig in Vergessenheit geraten. Doch nun rückt das ehemalige Offiziers-Casino der früheren Oxford-Kaserne wieder in den Blickpunkt. Nach Informationen unserer Zeitung ist das Uni-Klinikum Münster an einer Nutzung der schmucken Immobilie an der Roxeler Straße interessiert. Eine entsprechende Anfrage bestätigte UKM-Sprecherin Marion Zahr : „Es bestehen Überlegungen, das Casino eventuell als eine Art Seminar- und Gästehaus zu nutzen.“

Während die Stadt Münster weiterhin an ihrem Zeitplan festhält, das Areal der ehemaligen Oxford-Kaserne ab 2018 zu bebauen, scheint sich das direkt gegenüberliegende frühere Offiziers-Casino im Dornröschenschlaf zu befinden. Bislang gibt es nämlich keine konkreten Planungen, was aus der im Jahr 1936 errichteten Immobilie geschieht.

Die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (Bima) wollte als Besitzerin des Hauses die künftige Nutzung bislang „der öffentlichen Hand“ vorbehalten. Das sagte jüngst Norbert Stahl, Leiter gewerbliche Liegenschaften NRW bei der Bima. Das UKM hätte demnach gute Chancen, die Gästehaus-Pläne an der Roxeler Straße in die Tat umzusetzen.

„Das Haus würde sich nach einem entsprechenden Umbau dazu eignen, Seminare oder Konferenzen dort anzubieten“, so Marion Zahr. Zudem seien die Räume auch für Fortbildungen nutzbar. Die vorhandene Raumstruktur passe zu den Vorhaben. Zudem sei die Nähe zum Klinikum ideal. „Konkrete Planungen wird es dann geben, wenn alle finanziellen Fragen geklärt sind“, so Zahr.

Mittlerweile liegt dem UKM diesbezüglich auch das von der Bima in Auftrag gegebene Verkehrswert-Gutachten vor. Ob ein Seminar- und Gästehaus an der Roxeler Straße unter der Regie des UKM betrieben wird, entscheidet sich später. Derzeit hat laut Zahr ein anderes Großprojekt Vorrang.

Auch die Stadt Münster soll in der Vergangenheit Interesse am ehemaligen Casino gezeigt haben. Auch hier wären die Voraussetzungen einer „Nutzung der öffentlichen Hand“ gegeben. Allerdings will die Stadt zunächst die UKM-Entscheidung abwarten, wie Stadtkämmerer Alfons Reinkemeier sagt: „Wenn das UKM perspektivisch Interesse an der Nutzung des ehemaligen Casinos für universitäre Zwecke hat, lässt die Stadt ihm den Vortritt.“ Bis dahin rangiere das Gebäude für die Stadt noch als „Notfall-Reserve“, falls sehr dringend Kapazitäten für die vorübergehende Unterbringung von Flüchtlingen benötigt werden.“

Gänzlich ungenutzt ist die Immobilie derzeit allerdings nicht: Dort leben momentan wie berichtet sogenannte „Hauswächter“ – Personen, die eine Vereinbarung mit dem Unternehmen Camelot haben. Die Bima stellt dem Unternehmen das Haus zur Verfügung, die „Home-Sitter“ leben dort für einen vergleichbar geringen Mietsatz und sorgen dafür, dass mutwillige Zerstörungen oder illegale Nutzungen unterbleiben.

Anzeige
http://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/3927027?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F92%2F132%2F136%2F4848036%2F4848045%2F
Gronauerin bei „Deutschland sucht den Superstar“
Daumendrücken ist angesagt: Die 17-jährige Gronauerin Joana Kesenci wird am Samstagabend beim Casting der RTL-Talentshow „Deutschland sucht den Superstar“ im TV zu sehen sein.
Nachrichten-Ticker