Grundschulen im Fokus
„Licht am Ende des Tunnels“

Münster-West -

Nun also doch: Nachdem seit Jahren das defizitäre Raumangebot an der Mosaikschule in der öffentlichen Diskussion steht, könnte Bewegung in diese Angelegenheit kommen. Die Grundschule im Auenviertel steht nämlich auf einer Liste jener Einrichtungen, die die Stadt Münster hinsichtlich ihrer Kapazitäten noch einmal genauer unter die Lupe nimmt.

Mittwoch, 25.05.2016, 00:05 Uhr

Die Mosaikschule im Gievenbecker Auenviertel ist längst an ihre räumlichen Kapazitäten gestoßen und nutzt für den offenen Ganztag das benachbarte La Vie. Ähnlich eng ist es in der Nienberger Annette-von-Droste-Hülshoff-Grundschule (kl. Foto), die im kommenden Jahr den ersten Jahrgang zweizügig unterrichten muss.
Die Mosaikschule im Gievenbecker Auenviertel ist längst an ihre räumlichen Kapazitäten gestoßen und nutzt für den offenen Ganztag das benachbarte La Vie. Ähnlich eng ist es in der Nienberger Annette-von-Droste-Hülshoff-Grundschule (kl. Foto), die im kommenden Jahr den ersten Jahrgang zweizügig unterrichten muss. Foto: kbö

Nun also doch: Nachdem seit Jahren das defizitäre Raumangebot an der Mosaikschule in der öffentlichen Diskussion steht, könnte Bewegung in diese Angelegenheit kommen. Die Grundschule im Auenviertel steht nämlich auf einer Liste jener Einrichtungen, die die Stadt Münster hinsichtlich ihrer Kapazitäten noch einmal genauer unter die Lupe nimmt. Das städtische Fachamt will mittels einer Machbarkeits-Studie ermitteln lassen, inwiefern eine bauliche Erweiterung möglich ist. Gleiches gilt auch für die Nienberger Annette-von-Droste-Hülshoff-Grundschule.

Die beiden Schulen tauchen in einem 16-seitigen Verwaltungsschreiben auf, das den Handlungsbedarf zur Erweiterung von Schulgebäuden aufgrund der demografischen Entwicklung beleuchtet. Nicht zuletzt geht es auch um die künftige schulische Betreuung von Flüchtlingskindern. Denn: Wegen des Zuzugs von Flüchtlingsfamilien mit schulpflichtigen Kindern steigt natürlich auch der Bedarf an Plätzen – insbesondere im Bereich der offenen Ganztagsbetreuung.

Derzeit besuchen rund 200 Kinder die Nienberger Grundschule. Bis auf den zweiten Jahrgang, in dem die Kinder dreizügig unterrichtet werden, ist die Einrichtung durchgängig zweizügig. Auch der neue erste Jahrgang wird von zwei Eingangsklassen gebildet – „allerdings mit hohen Frequenzen“, wie die Verwaltung in ihrem Schreiben zugeben muss. Zusätzlicher Raumbedarf ist also gegeben.

Das sieht auch Schulleiter Michael Kaulingfrecks so: „Der neue Jahrgang war eigentlich dreizügig ausgelegt.“ Aufgrund des Raumangebots sei es aber bei der Zweizügigkeit geblieben. Die räumliche Konstellation sei durchaus optimierbar: „Nächstes Jahr haben wir vier Gruppen im offenen Ganztag“, so Kaulingfrecks. Das habe zur Folge, dass man nicht umhin komme Räume doppelt zu nutzen – vormittags Unterricht, nachmittags offener Ganztag. Erweiterungsmöglichkeiten sieht der Schulleiter an verschiedenen Stellen, etwa im Bereich des Parkplatzes hinter dem Kulturforum.

„Licht am Ende des Tunnels“ sieht auch Fredon Salehian, Leiter der Gievenbecker Mosaikschule. „Ich hoffe, dass nun vielleicht Bewegung in die lange diskutierte Erweiterung der Schule kommt.“ Dass die Situation insbesondere im offenen Ganztag (OGS) alles andere als optimal ist, weiß man auch in der Verwaltung. Die schreibt: „Die Raumsituation im OGS-Bereich ist sehr beengt und ein bedarfsgerechtes OGS-Angebot ist nicht möglich.“ Und weiter: „Durch eine Mitnutzung von Räumen im benachbarten La Vie konnte nur eine geringe Entlastung erreicht werden.“ Nun solle geprüft werden, ob benachbarte Grundstücksflächen für eine Erweiterung der Schule genutzt werden könnten.

Nach Informationen von Fredon Salehian komme eventuell die benachbarte Obstwiese in Betracht: „Soweit ich weiß, müsste dafür aber der Bebauungsplan geändert werden, der das Areal als Grünfläche ausweist.“ Nach einer Umwidmung dürfte dann einer Erweiterung der Schule nichts mehr im Wege stehen.

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