Gievenbecker Offiziers-Casino
Nächster Schritt zum Gästehaus

Münster-Gievenbeck -

Das ehemalige Offiziers-Casino an der Roxeler Straße soll zu einem Gäste- und Seminarhaus der münsterischen Uni-Klinik werden. Damit das Projekt realisiert werden kann, muss der betreffende Flächennutzungsplan geändert werden. Die Politik hat nun das Sagen.

Montag, 13.02.2017, 20:02 Uhr

Das ehemalige Offiziers-Casino an der Roxeler Straße wird ein Gäste- und Seminarhaus unter der Regie des münsterischen Uniklinikums. Momentan leben dort noch Hauswächter
Das ehemalige Offiziers-Casino an der Roxeler Straße wird ein Gäste- und Seminarhaus unter der Regie des münsterischen Uniklinikums. Momentan leben dort noch Hauswächter Foto: kbö

Es ist der nächste Schritt hin zum Bau eines neuen Seminar- und Gästehauses unter der Regie des Uniklinikums Münster (UKM): Noch weist der gültige Flächennutzungsplan das gegenüber der ehemaligen Oxford-Kaserne gelegene und unter Denkmalschutz stehende frühere Offiziers-Casino für eine militärische Nutzung aus. Nun durchläuft die 69. Änderung des Flächennutzungsplans für diesen Bereich die politischen Gremien.

Stimmen die Kommunalpolitiker zu – und davon ist auszugehen – sind nach der Beratungskette auch die planungsrechtlichen Voraussetzungen für den Bau des neuen Seminar- und Gästehauses gegeben. Zunächst diskutiert die Bezirksvertretung Münster-West am Donnerstag (16. Februar) ab 17 Uhr in der Augustin-Wibbelt-Schule in Roxel den Vorschlag aus dem Planungsamt. Die Entscheidung fällt der Rat am 22. Februar.

Mit der Beendigung der militärischen Nutzung der Oxford-Kaserne endete auch die militärische Nutzung des ehemaligen Offiziers-Casinos. Während seitens der Politik für den Bereich des Kasernen-Areals bereits eine Nutzungsänderung durchgewunken wurde, war das für das Casino-Grundstück bislang nicht der Fall. Nun wird die Änderung des Flächennutzungsplans um diese Fläche erweitert.

Die Änderung des Flächennutzungsplans soll sich im Wesentlich an den Ergebnissen einer frühzeitigen öffentlichen Beteiligung orientieren. Im April des vergangenen Jahres hatten Interessierte im Stein-Gymnasium die Gelegenheit, sich ein Bild davon zu machen, wie das ehemalige Kasernen-Areal einmal aussehen könnte.

Bereits mit Abzug der Briten stellte sich die Frage der Nachnutzung des Casinos. Das UKM hatte frühzeitig ein Auge auf die schmucke Immobilie geworfen. Auch die Stadt Münster zeigte durchaus Interesse an dem Grundstück samt Gebäude. Allerdings wollte man von städtischer Seite dem Uni-Klinikum keine Steine in den Weg legen und ließ dem Unternehmen den Vortritt.

Wichtig war es der ehemaligen Besitzerin des Casinos, der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (Bima), das Gebäude der öffentlichen Hand zu überlassen. Im August des vergangenen Jahres wurde der Kaufvertrag unterzeichnet.

Auf einer Fläche von 2400 Quadratmetern entstehen sieben Seminarräume und insgesamt 20 Appartements. Darin sollen laut UKM-Angaben Gäste der medizinischen Fakultät und der Uni-Klinik untergebracht werden. Eine interne Personalbefragung im vergangenen Jahr habe eine bestehende Raumproblematik bestätigt. „Wir brauchen mehr Platz und eigene Unterbringungsmöglichkeiten für unsere Gäste. Dass wir das Offizierskasino kaufen konnten, ist ein Glücksfall für uns“, freute sich seinerzeit der kaufmännische Direktor des UKM, Dr. Christoph Hoppenheit.

Mit dem Baubeginn ist nach Angaben von Unternehmenssprecherin Anja Wengenroth in diesem Jahr zu rechnen: „Wir streben Ende Herbst dieses Jahres an.“ Bis dahin wird die Immobilie noch von sogenannten „Housekeepern“ des Unternehmens Camelot bewohnt.

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