Gemeinschatfsübung der Feuerwehr
Gewappnet für den Ernstfall

Münster-Nienberge -

Die Löschzüge Nienberge, Gievenbeck und Häger-Uhlenbrock rückten am Dienstagabend mit 80 Feuerwehrleuten aus, um eine Übung am Möbelhaus Finke durchzuführen.

Mittwoch, 07.06.2017, 20:06 Uhr

Die „Verletzten“ wurden von den Feuerwehrleuten aus dem Gebäude gerettet und vom Malteser-Hilfsdienst versorgt. Knapp 80 Feuerwehrleute nahmen an der Übung teil.
Die „Verletzten“ wurden von den Feuerwehrleuten aus dem Gebäude gerettet und vom Malteser-Hilfsdienst versorgt. Knapp 80 Feuerwehrleute nahmen an der Übung teil. Foto: hko

Feuer im zweiten Obergeschoss im Lager des Möbel- und Einrichtungshauses Finke, Flammen schlagen bereits in Teilbereichen durch die Decke nach außen, Rauchentwicklung im Gebäude, sechs Personen sind vermisst. Das war am Dienstagabend die Ausgangslage für eine Feuerwehr-Übung am Haus Uhlenkotten. „Unter ganz realistischen Bedingungen“, betont Thorsten Ullrich , Löschzugführer der Freiwilligen Feuerwehr Nienberge.

Bis zu 80 Feuerwehrleute aus den Löschzügen Nienberge, Gievenbeck und Häger-Uhlenbrock waren mit elf Fahrzeugen im Einsatz, um „Verletzte“ zu bergen und den „Brand“ unter Kontrolle zu bringen. Zu den realistischen Bedingungen gehöre es auch, dass die freiwilligen Kräfte erst auf dem Weg zum Einsatzort darüber informiert würden, wo der Einsatz sei, und was dann auf sie zukomme, erläutert Einsatzleiter Norbert Baackmann .

Dann geht alles routinemäßig, professionell und schnell. Die Teams wissen, was zu tun ist: Schläuche werden verlegt, die Drehleiter wird ausgefahren, um den „Brand“ von oben bekämpfen zu können, einige Feuerwehrleute eilen – unter Einsatz von Atemschutz – über die Außentreppe in das Gebäude, um die „Vermissten“ zu bergen. Die „Verletzten“ (Mitglieder der Jugend-Feuerwehr) werden zu einer Sammelstelle gebracht und dort vom Malteser-Hilfsdienst (MHD) versorgt, der in die Übung eingebunden ist. Ein „Verletzter“ beklagt einen „Beinbruch“, einige sind „bewusstlos“. MHD-Mitarbeiter fordern auch noch ärztliche Unterstützung an.

Einmal jährlich findet die gemeinsame Übung der drei Löschzüge statt. Dabei kommt es vor allem auf die reibungslose Zusammenarbeit an. Als Übungs-Beobachter waren Tobias Rotert, Andre Andrasch (beide aus Nienberge) und Tobias Heckenkamp (Altstadt Münster) dabei. Alle drei sind Berufsfeuerwehrleute und engagieren sich auch bei den freiwilligen Kräften. Mit dem Ablauf der Übung am Dienstagabend sind sie zufrieden. Und sie loben das Engagement der Beteiligten, darunter auch das Mitwirken der Jugend-Feuerwehr.

Geübt wird nicht nur bei gemeinsamen Einsätzen. Zweimal im Monat gibt es in den Löschzügen einen Übungsabend mit unterschiedlichen Aufgaben.

Die Übung im Möbel- und Einrichtungshaus Finke war bereits vor einem Jahr geplant. Die Feuerwehrleute wurden damals allerdings zu einem ganz realen Einsatz gerufen – über einem Teil der Stadt war ein Unwetter niedergegangen und Hilfe dringend erforderlich.

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