Gievenbecker Schützenfest
Schützenkönig auf Umwegen

münster-gievenbeck -

Bernd Mesenbrock war am Ende der gefeierte Held. Obwohl zuvor ein anderer Teilnehmer des Schützenfestes den Vogel von der Stange holte. Da dieser die Königswürde jedoch nicht antreten wollte, sicherte sich Mesenbrock am Ende mit dem 579. Schuss den Titel.

Montag, 19.06.2017, 19:06 Uhr

Nach seinem erfolgreichen Schuss wurde Bernd Mesenbrock auf Schultern getragen und zum neuen Schützenkönig in Gievenbeck gekürt.
Nach seinem erfolgreichen Schuss wurde Bernd Mesenbrock auf Schultern getragen und zum neuen Schützenkönig in Gievenbeck gekürt. Foto: sn

Sonne satt, Temperaturen bei knapp 30 Grad. Wie kann man da nur Schützenkönig werden? Bernd Mesenbrock bewies es. Er hatte die ruhige Hand und ein kühles Köpfchen. Der Holzadler dagegen gab entnervt auf: Beim 579. Schuss war sein Schicksal besiegelt und er ging einfach zu Boden. Der Schützenverein Gievenbeck hatte zu diesem Zeitpunkt seine neue Majestät ermittelt.

„Wir sind froh, dass wir den Schützenbusch haben“, erklärte Schriftführer Reinhard Menke . „Da beneiden uns andere drum.“ Erträgliche Temperaturen herrschten im Wald und kühle Getränke waren Ehrensache. Am Freitag begannen bereits die Vorbereitungen, den Nünningsbusch angemessen herzurichten. Mit der Siedlergemeinschaft Gievenbeck wurde daraufhin die Stangenkrönung gefeiert. Am Samstagabend stand das Antreten der Jungschützen auf dem Programm: Diese wollten ihren „Holzschuhkönig“ ermitteln. Mit dem 153. Schuss war hier Jonathan Geringer erfolgreich.

Wie es beim Schützenverein Gievenbeck gute Tradition ist, stand am Sonntag zunächst die plattdeutsche Messe in der. St.-Michael-Kirche an. Diese hielt Domdechant Norbert Kleyboldt, anschließend gab es die Kranzniederlegung am Ehrenmal. Die Spannung wuchs, die Temperaturen stiegen an und das Königssschießen im Nünningsbusch konnte beginnen. Für launige Klänge sorgte der Musikzug Nienberge. Wer würde der Nachfolger der amtierenden Majestät Robin Inkmann?

Zunächst fielen die Insignien und bald folgte der erste Jubel: Frank Döpker holte das Zepter mit dem 62. Schuss runter. Stefan Krützkemper erledigte den Apfel mit dem 67. Schuss. Schließlich konnte sich Markus Pöppelmann-Jankord die Krone mit dem 92. Versuch sichern. Unterdessen füllte sich der Schützenbusch, auch viele Besucher vom Haus Mariengrund kamen herüber. „Wir sind mit der Beteiligung sehr zufrieden“, sagte Reinhard Menke erfreut über die Resonanz.

Zwischendurch fiel der Vogel einmal, doch der treffsichere Schütze wollte nicht König sein. Da wurde das Federvieh einfach wieder an die Stange gebracht. Mit dem 579. Schuss dann die Erlösung: Bernd Mesenbrock war neuer König des Schützenvereins Gievenbeck. Erste Amtstat: Zur Königin ernannte er seine Ehefrau Brigitte Mesenbrock. Das Sonnenkönigspaar war damit perfekt.

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