Die Kunst der Speiseeis-Herstellung
Meister der ungewöhnlichen Sorten

Münster-Gievenbeck -

Der Sizilianer Franco Ravida betreibt seit 1985 in Gievenbeck ein Eiscafé, und er hat den Mut, sich immer wieder an neuen Geschmacksnoten zu versuchen.

Sonntag, 06.08.2017, 20:08 Uhr

Franco Ravida ist Meister der schmackhaften Eissorten. Bereits seit 1980 betreibt der Sizilianer das Eiscafé am Gievenbecker Rüschhausweg.
Franco Ravida ist Meister der schmackhaften Eissorten. Bereits seit 1980 betreibt der Sizilianer das Eiscafé am Gievenbecker Rüschhausweg. Foto: sn

„In den 1980er-Jahren hat es noch richtige Sommer mit Sonne gegeben“, meint Franco Ravida , Inhaber des Eiscafés „Milano“ am Gievenbecker Rüschhausweg. Heutzutage gebe es nur einen Tag Sonnenschein, und dann kämen schon wieder ein paar Regentage. Dem Eis-Genuss tut das keinen Abbruch. Denn Ravida ist „Meister der ungewöhnlichen Sorten“. Neueste Kreationen sind das selbst kreierte Quark-Eis oder das „Zuppa Inglese“ mit Cointreau.

Vorne an der Eistheke hängt ein Bild, das den jungen Ravida zeigt: „Schon als 18-Jähriger stand ich in der Eisdiele“, erklärt er. Damals noch in der Stadt Messina auf Sizilien. 1965 kam Franco Ravida nach Deutschland, 1980 übernahm er das Eiscafé am Rüschhausweg. Ein Glücksfall – für ihn, aber auch für die Gievenbecker, die nun in den Genuss ganz außergewöhnlicher Sorten kommen.

Seit vielen Jahren liefe etwa „Pfefferminz“ gut, meint der Eis-Experte, aber auch „After Eight“ oder „Weiße Schokolade“ hat er im Programm. Viele Gievenbecker kommen hierher: „Jung und Alt“, meint Ravida. Das Ganze ist zu einem Treffpunkt gleich nebenan geworden, mit nicht wenig „Kaffeehaus“-Atmosphäre.

Aber wie war das denn nun eigentlich mit dem Wetter? Natürlich sei eine Eisdiele von der Witterung abhängig, sagt Franco Ravida. Doch er hat vorgesorgt. „Riesige Schirme“ habe er vorbestellt, schon bald seien sie im Einsatz: „Dann bleibt jeder auch draußen trocken.“ Denn, so meint der Mann, der aus Sizilien kam: „Die Temperaturen sind okay.“

Eis ist auch Technik. So hat Ravida einen automatischen Trockner für die Portionierer, das verhindert Wasser auf dem Eis. Dem Geschmack zuliebe. Und auch wenn es Wasser von oben gibt, das ungewöhnliche Eis bleibt der Renner. Zehn Monate im Jahr; nur im Dezember und Januar ist geschlossen. Denn dann gibt es draußen genug Eis.

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